Also known as German federal election of 1998
Wahl zum 14. Deutschen Bundestag am 27. September 1998
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Die Bundestagswahl 1998 fand am 27. September 1998 statt. Das Ergebnis der Wahl zum 14. Deutschen Bundestag bedeutete ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik: Zum ersten und bisher einzigen Mal wurde eine Bundesregierung komplett abgewählt, während sich bei dem Regierungswechsel 1982 der „Seniorpartner“ änderte (SPD zu CDU/CSU), nach der Bundestagswahl 1969 und der Bundestagswahl 2021 der ehemalige Juniorpartner SPD die Rolle des Seniors übernahm und nach der Bundestagswahl 2005 der bisherige Seniorpartner SPD zum Juniorpartner einer neuen Regierung werden würde. Mit der SPD gewann zum ersten Mal eine Partei mehr als 20 Millionen Stimmen, gleichzeitig erhielten erstmals die Parteien, die sich traditionell als „links der Mitte“ einstufen, mehr als 50 Prozent der Stimmen. Kanzlerkandidat der CDU/CSU war zum sechsten Mal (davon fünf Mal in Folge) nach 16 Jahren im Amt des Bundeskanzlers Helmut Kohl. Für die SPD trat erstmals der damalige niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder an. Die SPD wurde zum ersten Mal nach 1972 stärkste Bundestagsfraktion. Union und SPD erreichten addiert ihr schlechtestes Ergebnis seit der Bundestagswahl 1953, bezogen auf das gesamte Wahlgebiet von 1998. Die FDP war nach der Wahl zum ersten Mal seit 29 Jahren nicht mehr an der Regierung beteiligt. Die PDS errang erstmals den Fraktionsstatus im Deutschen Bundestag. Im Ergebnis der Wahl bildete sich eine rot-grüne Koalition, die erste auf Bundesebene.
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