Belebtheitshierarchie
Sign in to saveAnimacy (antonym: inanimacy) is a grammatical and semantic feature, existing in some languages, expressing how sentient or alive the referent of a noun is. Widely expressed, animacy is one of the most elementary principles in languages around the globe and is a distinction acquired as early as six months of age.
Article · Deutsch
Die Belebtheitshierarchie (nach Silverstein 1976; auch die engl. Bezeichnung animacy hierarchy wird im deutschsprachigen Raum mitunter verwendet) ist eine der Hierarchien in der Sprachtypologie, mit deren Hilfe sich einzelsprachliche grammatische Phänomene systematisch beschreiben lassen: Diese Hierarchie kommt z. B. bei dem grammatischen Phänomen der gespaltenen Ergativität zum Tragen, kann aber neben der Definitheit – je nach Sprache – auch für die differenzielle Objektmarkierung (DOM) relevant sein. Auch bei der Pragmatik des Dual (Grammatik) spielt die Hierarchie der Belebtheit und Deiktizität (1>2>3) eine gewichtige Rolle. Je nach Sprache wechselt ab einem bestimmten Punkt in der Hierarchie eine bestimmte Kasus-Markierung mit einer anderen bzw. mit einer Null-Markierung. Je weiter links ein Nomen einzuordnen ist, desto „belebter“ ist der Referent des Nomens und umso höher ist sein Rang in der Hierarchie.
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