Skip to content
Apophänie
EntityQ619675· pop 32· linked from 352 articles

Apophänie

Sign in to save

Wahrnehmung von Mustern in eigentlich bedeutungslosen Einzelheiten

Wikidata facts

Subclass of
cognitive bias
Show 2 more facts
discoverer or inventor
Klaus Conrad
time of discovery or invention
1958-00-00
Sources (2)

via Wikidata · CC0

Article · Deutsch

Apophänie (von altgriechisch ἀποφαίνειν apophaínein ‚zeigen‘, ‚erscheinen‘, ,verwirklichen‘) bezeichnet bei einer Schizophrenie die Erfahrung, scheinbare Muster und Beziehungen in zufälligen, bedeutungslosen Einzelheiten der Umwelt wahrzunehmen. Der Begriff wurde 1958 von dem Psychiater Klaus Conrad geprägt, der Apophänie als „grundloses Sehen von Verbindungen, begleitet von der besonderen Empfindung einer abnormen Bedeutsamkeit“ definierte. Ursprünglich beschrieb er das Phänomen in Bezug auf Wahrnehmungsverzerrungen, die bei Psychosen vorkommen; doch wird sein Begriff mittlerweile auch auf ähnliche Tendenzen bei Gesunden angewendet, bei denen keine neurologischen oder seelischen Erkrankungen vorliegen. Die Apophänie ist eine Variante der Clustering-Illusion. Sie ist auch eine Unterform der Pareidolie. So beschränkt sich die Apophänie auf deren Aspekt, in eine Zufallsstruktur etwas „hineinzusehen“, wohingegen die Pareidolie auch die (aktiv) „gesuchten“ Wahrnehmungen beinhaltet.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA

Gallery (2)