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Attis
EntityQ262016· pop 41· linked from 825 articles

Also known as Atys, Attes

Person der phrygischen und griechischen Mythologie

Key facts

Deity.type
greek
Deity.name
Attis
Deity.image
Statue of Attis, 2nd half of 2nd century AD, from the Hierapolis Agora, Hierapolis Archaeology Museum, Turkey (17234601835).jpg
Deity.caption
Statue of Attis from Roman Hierapolis
Deity.death_place
Castrated/Emasculated himself and died
Deity.consort
Cybele
Deity.deity_of
Vegetation, Fertility, Dying-and-rising god
Deity.mother
Nana

via Wikipedia infobox

Wikidata facts

Gender
male
Spouse
Cybele
Mother
Nana
Image
Statue of a reclining Attis at the Shrine of Attis 2.jpg
Show 2 more facts
unmarried partner
Magna Mater
Commons category
Attis
Sources (2)

via Wikidata · CC0

Article · Deutsch

Attis (altgriechisch Ἄττις Áttis, von phrygisch attis, „schöner Knabe“ und/oder attagus, „Bock“) ist in der griechischen und der Sohn der Flussnymphe Nana, den sie aus dem Samen eines Mandelbaumes empfing. Aufgrund des phrygischen Ursprungs der Erzählungen über Attis und deren Übernahme in das griechische wie auch lydische Erzählungsgut gibt es mehrere Versionen seiner Geschichte – und eine Vorgeschichte: Der Mandelbaum entstand nämlich aus dem Blut, das mit der Entmannung des zweigeschlechtlichen Wesens Agdistis zur Erde fiel bzw. aus dessen männlichem Geschlechtsorgan, das es sich selbst ausgerissen hatte, als dieses von Dionysos mit einem aus Haar geflochtenen Seil an einen Baum gebunden worden war. Nana fiel eine Frucht des rasch aufgewachsenen Baumes in den Schoß, welche sie darin barg, und sie wurde zur Strafe für dieses „ungebührliche Verhalten“ von ihrem Vater, dem Flussgott Sangarios, eingesperrt, um hungers zu sterben. Die Große Mutter Kybele – wie Agdistis nach der Entmannung nun auch bezeichnet wurde – versorgte sie jedoch mit Früchten und Götterspeise, bis sie Attis zur Welt brachte. Dieser wurde allerdings von Sangarios nach seiner Geburt ausgesetzt, von einem Ziegenbock mit aufgezogen und wuchs zu einem wunderschönen Jüngling heran. In diesen verliebte sich nun Agdistis/Kybele mit ganzer Leidenschaft. Als Attis die Tochter des Midas, des Königs von Pessinus, heiraten sollte, erschien Agdistis/Kybele bei der Hochzeit und trieb Attis in den Wahnsinn, so dass er sich selbst entmannte. Aus dem Blut, das dabei zu Boden tropfte, entstanden Veilchen. Attis selbst überlebte im Gegensatz zu Agdistis seine Entmannung nicht oder aber verwandelte sich in die immergrüne Pinie, unter der er diesen Akt mit dem Ruf „Dir, Agdistis!“ begangen hatte. Als Kybele, von Gram und Reue erfüllt, ihre Trommel schlagend, durch Phrygien zog, folgte eine Hungersnot, woraufhin ein Orakel von den Phrygiern um Rat gefragt wurde. Diese mussten nun Attis bestatten und Kybele als ihre Gottheit annehmen, wobei als Priester Kybeles nur Eunuchen zugelassen waren, um das Gedenken an Attis zu wahren. Kybele soll Attis dann vom Tode wiedererweckt haben und gemeinsam mit ihm in ganz Phrygien verehrt worden sein. Nach anderen Versionen konnte Zeus auf die Bitten Agdistis/Kybeles, den Jüngling wieder zum Leben zu erwecken, nur dafür sorgen, dass sein Körper nicht verweste, seine Haare immer weiter wuchsen und sein kleiner Finger beweglich blieb. Zum Sinn des Mythos s. Kybele. Im römischen Totenkult wurde Attis zur Symbolisierung der Trauer um die Verstorbenen auf Grabsteinen abgebildet. Catull gibt in seinem Gedicht 63 („Super alta vectus Attis celeri rate maria“) seine Version des Mythos.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA

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