Behavior Based Safety
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Behavior Based Safety (BBS) (deutsch: Verhaltensbasierte Sicherheit) beschreibt einen Ansatz im modernen Arbeitsschutz, der sich auf die Verhaltensanalyse stützt. Unsicheres Verhalten von Arbeitnehmern soll durch positive Intervention geändert werden. Behavior Based Safety gilt als die am besten untersuchte und erfolgreichste Methode zur Verhaltensänderung im Bereich der Arbeitssicherheit. Arbeitssicherheit wird seit langer Zeit als reine Management-Aufgabe angesehen. Im Unternehmen sind (teilweise durch gesetzliche Forderungen) Arbeitsschutz-Spezialisten für die Umsetzung und Einhaltung von Arbeitsschutzbestimmungen tätig. Es wird versucht, durch apparative Änderungen und Schutzeinrichtungen die Auswirkungen möglichen Fehlverhaltens von Mitarbeitern zu kompensieren.Aus den Statistiken der Berufsgenossenschaften und anderer auch international tätiger Organisationen ist bekannt, dass der Anteil persönlichen Verhaltens an Arbeitsunfällen mehr als 85 % (T.R. Krause, Leading with Safety) ausmacht. Will man die Unfallzahlen deutlich senken, muss dieser Faktor betrachtet werden. Als ein Mittel zur Visualisierung wird häufig die Unfallpyramide herangezogen, die auf das vom amerikanischen Sicherheitsingenieur Herbert William Heinrich aufgestellte Heinrichs Gesetz zurückgeführt werden kann, das eine Ratio von 1-29-300 definiert. Hierbei werden an der Spitze einer Pyramide die tödlichen Arbeitsunfälle erfasst. In der nächst tiefer liegenden Ebene werden alle schweren Unfälle beschrieben, d. h. alle Unfälle, die eine Ausfallzeit des Arbeitnehmers zur Folge haben. Darunter erscheinen die leichteren Arbeitsunfälle, bei denen eine Erste-Hilfe-Leistung oder eine medizinische Betreuung notwendig ist.Diese Arbeitsunfälle werden durch die Sicherheitsfachkraft, den jeweiligen Betriebsleiter sowie die verunfallte Person genau analysiert. Im nächsten Schritt versuchen Arbeitsschutzexperten, daraus Maßnahmen abzuleiten, welche vergleichbare Unfälle in Zukunft vermeiden sollen.Der BBS-Ansatz betrachtet unter der bisher erarbeiteten Pyramide noch eine Erweiterung der Basis. Es werden nicht nur alle Beinaheunfälle (Near Misses) mit betrachtet und deren Ursachen ermittelt, sondern jedes riskante bzw. unsichere Verhalten von Mitarbeitern (dass in dieser Situation folgenlos geblieben wäre, aber zu einem Arbeitsunfall hätte führen können).
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