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Brünieren

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künstliches Erzeugen einer Rostschutzschicht aus Eisen(II,III)-oxid

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Article · Deutsch

Brünieren (von französisch brunir ‚bräunen‘) dient der Bildung einer dünnen Schutzschicht auf eisenhaltigen Oberflächen, um Korrosion zu vermindern, Farbe und Reflexionsvermögen zu verändern, oder um bei speziell dafür angepassten Prozessen tribologische Eigenschaften zu verbessern (z. B. für Wälzlager). Durch Eintauchen der Werkstücke in heiße alkalische Lösungen (Hauptbestandteile meist Natronlauge und Natriumnitrit bei bis zu 150 °C), in Sonderfällen auch mittels Salzschmelzen oder besonderen Ofenatmosphären, bilden sich schwarze Mischoxidschichten aus Eisen(II,III)-oxid. Schwarzes Magnetit Fe3O4 ist die 1:1 Mischung aus FeO und Fe2O3. Tendiert die Farbe zu braun, ist ein Überschuss von Fe2O3 enthalten. Die Brünierung ist keine echte Beschichtung, denn es wird keine zusätzliche Schicht auf das Material aufgetragen. Vielmehr wird die bereits bestehende Oberfläche umgewandelt. Es handelt sich eher um eine Oxidationstiefe als um eine Schichtdicke. Die typische Oxidationstiefe beträgt ein bis zwei Mikrometer. Dies kann bei besonderen Ansprüchen an die Maßgenauigkeit von Vorteil sein. Das alkalische Verfahren schont zudem den Stahl und vermeidet Beizangriffe.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA