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Bruno Lohse

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German Nazi art dealer, chief art looter in Paris for Hermann Göring, ERR

Music · MusicBrainz

Type
Person
Gender
Male
Origin
Germany
Active from
1978-03-24

Discography

via MusicBrainz · CC0

Described at

LOHSE Wilhelm Peter Bruno (DE) - Agorha

Wilhelm Peter Bruno Lohse, genannt Bruno Lohse, war ein deutscher Kunsthistoriker, der ab 1941 dem Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg in Paris angehörte. Er war der zentrale Kunstagent Görings, der zahlreiche Tauschgeschäfte mit geraubtem jüdischen Kunstbesitz organisierte, um den Reichsmarschall mit Kunst für dessen Privatsammlung in Carinhall zu versorgen.

agorha.inha.fr

Wilhelm Peter Bruno Lohse, genannt Bruno Lohse, war ein deutscher Kunsthistoriker, der ab 1941 dem Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg in Paris angehörte. Er war der zentrale Kunstagent Göring s, der zahlreiche Tauschgeschäfte mit geraubtem jüdischen Kunstbesitz organisierte, um den Reichsmarschall mit Kunst für dessen Privatsammlung in Carinhall zu versorgen. Hermann Göring mit Bruno Lohse im Jeu de Paume. Quelle: Archives des Musées nationaux (AMN), O30-438. Alle diese Tauschgeschäfte wurden direkt zwischen Rochlitz, dem Einsatzstab und Göring abgewickelt. Lohse hatte dabei keine Verhandlungsvollmacht, sondern stand nur als Berater zur Verfügung, der die entsprechenden Geschäfte anbahnte.7, RRR, Investigations Lohse - Lutze, S. 15, Bescheinigung Göring, 20.04.1946, (letzter Aufruf: 04.10.2021).") Zu den von ihm ermittelten Werken, die der Reichsmarschall so durch Tausch erwarb, zählten beispielsweise Schule von Fontainebleau, Ruhende Venus mit Amor , 101 x 158 cm (RM 1122/Mü 5341/MNR 16) und Roeland Savery, Arche Noah , 82 x 138,5 cm (RM 1217/Mü 6779/MNR 433). Nachdem im Januar 1943 die Leitung des Einsatzstabes entschieden hatte, die Zusammenarbeit mit Hermann Göring zu verringern und diesem keine beschlagnahmte Kunst aus Frankreich mehr zur Verfügung zu stellen, musste Lohse die Aufgabe übernehmen, den Reichsmarschall über diesen Vorgang zu unterrichten.13 Göring gab daraufhin die Anweisung, auf anderen Wegen nach Kunst für ihn zu suchen. Im März 1944 wurde Lohse wieder zur Wehrmacht zurück befohlen und gab seine Tätigkeit beim Einsatzstab auf. Er war jetzt nur noch für Göring aktiv. Am 19. August 1944 kehrte er nach Berlin zurück, wurde aber aufgrund einer Erkrankung nicht zur Front geschickt. Im Februar 1945 ließ er sich in ein Lazarett in Füssen (Bayern) versetzen, um hier in der Nähe des Kunstdepots des Einsatzstabes im Schloss Neuschwanstein arbeiten zu können. Von hier aus überführte er zusammen mit dem Kunsthistoriker Günther Schiedlaudsky , der das Depot im Schloss Neuschwanstein leitete, die wissenschaftliche Kartei und andere wichtige Unterlagen über die Beschlagnahmungen des Einsatzstabes von Kogl (Österreich) nach Bayern. Auf diese Weise wollten die beiden Wissenschaftler sicherstellen, dass die Dokumente über den Kunstraub nicht in die Hände der von Osten vorrückenden Sowjets fielen. Nach der Besetzung Füssens übergab Lohse am 2. Mai 1945 die Unterlagen den alliierten Kunstschutzoffizieren. Zwei Tage später wurde er zusammen mit Schiedlaudsky in Haft genommen.18, RRR, ERR: DIR No. 6, Bruno Lohse, S. 6, (letzter Aufruf: 04.10.2021).") Lohse ließ sich nach seiner Freilassung in München nieder, arbeitete als „Kunstberater“ und lebte vom An- und Verkauf von Bildern, ohne jedoch ein Ladengeschäft zu besitzen. Er unterhielt ein enges Netzwerk zu Händlern, mit denen er schon während des Krieges in Verbindung gestanden hatte.24, S. 158 u. S. 162 ff.") Seine Tätigkeiten während und nach dem Krieg gerieten nach seinem Tod ans Licht der Öffentlichkeit. Es stellte sich heraus, dass in der Schweiz und Liechtenstein mehrere Bilder in Schließfächern lagerten, die Teil seines Besitzes waren. Aus diesen Depots verkaufte er zwischen 1983 und 2004 einige Objekte. Weitere Nachforschungen ergaben, dass zwei von den Gemälden, die in der Schweiz lagerten, aus einer enteigneten jüdischen Sammlung stammten. Dabei handelte es sich um das Werk von Camille Pissarro, Le Quai Malaquaise et l‘Institut , und von Jan Meerhout Ansicht einer Stadt .25, S. 188 und S. 364.") Die Züricher und Münchener Staatsanwaltschaften begannen daraufhin zu ermitteln. Die bisherige Untersuchung der 30 Gemälde, die der Kunsthändler in Deutschland und der Schweiz hinterlassen hatte, ergab, dass möglicherweise noch ein weiteres von ihnen aus einer Sammlung stammte, die einst der ERR beschlagnahmt hatte.26.") Hanns Christian Löhr studierte Geschichte und Philosophie. Er promovierte an der Universität Bonn über den Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Zwischen 199

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