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Schachgebot

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Bedrohung des Königs im Schachspiel

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Article · Deutsch

Ein Schachgebot ist die Bedrohung des Königs im Schachspiel durch eine Figur des Gegners. Bedroht ist der König dann, wenn er von der Figur geschlagen werden könnte, wenn sie am Zug wäre. Dies gilt auch dann, wenn die angreifende Figur nicht auf das Feld des Königs ziehen kann, weil sie beispielsweise ihrerseits an den eigenen König gefesselt ist. Das Schachgebot geht von der Figur aus, die den König angreift. Man sagt: „Die Figur bietet dem König Schach“ oder „Der König steht im Schach“. Jedes Schachgebot muss abgewehrt werden. Dazu gibt es genau drei Möglichkeiten: * Der bedrohte König zieht auf ein Feld, welches nicht bedroht ist. * Eine Figur zieht zwischen die Schach gebende Figur und den eigenen König und versperrt dadurch die Wirklinie des Angreifers. Diese Abwehrmöglichkeit funktioniert nicht gegen einen Springer, denn dieser könnte über die Figur des Verteidigers hinwegziehen. * Die schachbietende Figur wird geschlagen. Kann der König durch keine dieser drei Möglichkeiten in Sicherheit gebracht werden, ist er schachmatt. Kann ein Spieler, dessen König nicht im Schach steht, keinen regelgerechten Zug ausführen, der nicht ins Schach führt, so ist er nicht matt, sondern patt. Die Partie endet dann remis. Wenn ein Schachgebot nicht abgewehrt wird oder ein Spieler seinen eigenen König ins Schach zieht, ist dies ein ungültiger Zug, der zurückgenommen werden muss (eine Ausnahme gilt im Blitzschach, bei welchem ein ungültiger Zug bei Reklamation durch den Gegner den Partieverlust zur Folge hat). Während der König im Schach steht, darf er vorübergehend nicht rochieren. Ebenso wenig darf er durch die Rochade ein Feld überspringen, auf dem er im Schach stünde. Die Regeln verlangen nicht, dass der Spieler, der Schach gibt, dies auch laut ausspricht. Deswegen treffen ihn auch keinerlei Sanktionen, wenn er nicht "Schach!" sagt. Während unter Gelegenheitsspielern laut ausgesprochene Schachgebote üblich sind, kommen sie in der Turnierpraxis eher selten vor.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA