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With his uncouth manner, Professor Pohl doesn’t enjoy the best reputation at the university where he works. To make matters worse, he makes a racist remark when student Naima arrives late for his lecture. Unfortunately for him, a video of his verbal outburst spreads like wildfire on the Internet, and the university’s president, Lambrecht, is called to deal with the incident. But Pohl is not dismissed. Instead, he is put to the task of helping Naima prepare for an important debating competition. The lecturer and the student could not be more different, yet they are thrown together to work as a team.
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Contra - tittelbach.tv
Rassistischer Juraprofessor gegen Einwanderertochter aus schwierigen sozialen Verhältnissen: Das ist ziemlich dünnes Eis. Das Drehbuch zu „Contra“ (ARD / Constantin, SevenPictures) basiert auf einer französischen Vorlage und ist der Bissigkeit des Originals zum Glück treu geblieben. Sehenswert ist Sönke Wortmanns Komödie vor allem wegen Christoph Maria Herbst, der den intellektuellen Zyniker formvollendet verkörpert, sowie der bis zum Kinostart 2021 kaum bekannten Nilam Faaroq, die si...
tittelbach.tv →Kommentiertes RANKING: Es tut sich was im Independent- und Qualitätskino! Es müssen nicht immer (Zeitfresser-)Serien sein. Kommentiertes RANKING: Es tut sich was im Independent- und Qualitätskino! Es müssen nicht immer (Zeitfresser-)Serien sein. Christoph Maria Herbst, Nilam Farooq, Sönke Wortmann. Es gilt das gesprochene Wort Rassistischer Juraprofessor gegen Einwanderertochter aus schwierigen sozialen Verhältnissen: Das ist ziemlich dünnes Eis. Das Drehbuch zu „Contra“ (ARD / Constantin, SevenPictures) basiert auf einer französischen Vorlage und ist der Bissigkeit des Originals zum Glück treu geblieben. Sehenswert ist Sönke Wortmanns Komödie vor allem wegen Christoph Maria Herbst, der den intellektuellen Zyniker formvollendet verkörpert, sowie der bis zum Kinostart 2021 kaum bekannten Nilam Faaroq, die sich auch schauspielerisch als ebenbürtige Gegenspielerin erweist. Alter weißer Mann in privilegierter Position gegen Einwanderertochter aus schwierigen sozialen Verhältnissen: Das verspricht eine Menge Zündstoff. Zum Glück haben Doron Wisotzky (Buch) und Sönke Wortmann (Regie) darauf verzichtet, die Konfrontation weichzuspülen, weshalb sich sensible Menschen über einige Dialoge empören dürften. Gerade die Wortgefechte machen jedoch den Reiz von „Contra“ aus: Christoph Maria Herbst trägt die rassistischen Spitzen des arroganten Frankfurter Juraprofessors Richard Pohl mit derart süffisanter Contenance vor, dass sie großes Vergnügen bereiten. Das darf natürlich nicht sein, und weil es schon häufiger Beschwerden über den hoch angesehenen Juristen gab, droht ihm nun ein Disziplinarverfahren. Sein Freund und Uni-Präsident Lambrecht (Ernst Stötzner) gibt ihm eine letzte Chance: Pohl soll eine Jurastudentin auf den nächsten Debattierwettbewerb vorbereiten. Als Kandidatin wird allerdings ausgerechnet Naima Hamid (Nilam Farooq) erkoren, jene junge Frau, die von Pohl aufgrund ihrer arabischen Herkunft diskriminiert worden ist, als sie es gewagt hat, ein paar Minuten zu spät zu seiner Vorlesung zu erscheinen. Wie diese an den Originalschauplätzen des Frankfurter Campus entstandene Variation von George Bernard Shaws Schauspiel „Pygmalion“ weitergeht, ist wenig überraschend: Die anfangs rhetorisch ungelenke junge Frau wandelt sich dank Pohls Unterricht zu einer brillanten Debattiererin, die schließlich sogar ins Finale des landesweiten Uni-Wettstreits einzieht. Auch der emotional erkaltete Pohl darf zeigen, dass sich hinter seinem Zynismus positive Seiten verbergen, zumal offen bleibt, ob er wirklich Rassist oder bloß ein Provokateur ist. Immerhin wird den beiden nicht auch noch eine Romanze angedichtet. Ihr Nachname steht ihrem Lebenstraum im Weg: Naima Hamid bekommt keinen Praktikumsplatz. Nilam Farooq ist eines der Fernsehgesichter des Sommers 2024: Neben Sönke Wortmanns „Contra“ ist sie noch im Ersten in einer weiteren Kinokomödie des erfolgreichen Regisseurs, „Eingeschlossene Gesellschaft“, zu sehen. Zudem glänzt sie in der ARD-Serie „Wo wir sind, ist oben“. Sehenswert ist „Contra“ daher vor allem wegen der Courage, sich auf dünnes Eis zu begeben, denn Pohl spricht vielen Menschen aus der Seele. Dass er plumpe Klischees meidet und seine diskriminierenden Vorbehalte formvollendet vorträgt, macht die Sache nicht besser, im Gegenteil. Es gibt nicht viele deutsche Schauspieler, die einen Intellektuellen derart glaubwürdig und mit so viel spürbarem Vergnügen an ausgefeilten Texten verkörpern können wie Christoph Maria Herbst. Dank seiner Bühnenerfahrung sind ihm komplexe Monologe nicht fremd, aber das Drehbuch beschert ihm durchgehend ausgefeilte Formulierungen. Darin liegt ein weiterer Reiz des Films: Pohl wird vom ersten Moment als Widerling eingeführt, doch Herbst verleiht ihm die verführerische Erotik des Esprits. Umso wichtiger war die Wahl der Gegenspielerin. Auch in dieser Hinsicht haben die Verantwortlichen Mut bewiesen, indem sie die Rolle nicht ähnlich prominent, sondern mit der bis zum Kinostart 2021 nur wenig bekannten
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