Doppelcrossover
Sign in to saveAlso known as cross over study, crossover assignment, cross over assignment
type experimental design in a clinical trial
Research
102,110 papers- Case-crossover study design in pharmacoepidemiology: systematic review and recommendations.Pharmacoepidemiology and drug safety · 2013
- Halloween and myocardial infarction: A case-crossover study.Archives of cardiovascular diseases · 2022
- Association between dental procedures and periprosthetic joint infection: A case-crossover study.Journal of orthopaedic science : official journal of the Japanese Orthopaedic Association · 2024
- Association of summer temperatures and acute kidney injury in South Korea: a case-crossover study.International journal of epidemiology · 2023
- Editorial for "Detection of Neuroinflammation Induced by Typhoid Vaccine Using Quantitative Magnetization Transfer MR: A Randomized Crossover Study".Journal of magnetic resonance imaging : JMRI · 2024
via PubMed
Article · Deutsch
Eine Cross-over-Studie, auch Überkreuzstudie ist ein spezielles Forschungsdesign unter anderem in der evidenzbasierten Medizin zum Vergleich zweier Behandlungsmethoden. Dieser Versuchsplan wird auch cross-over-Versuchsplan bzw. Überkreuzversuchsplan genannt und wird in der statistischen Versuchsplanung behandelt. In Cross-over-Studien kann die Wirksamkeit zweier Behandlungsformen miteinander verglichen werden. Dabei werden beispielsweise zwei Heilmittel, oder ein Heilmittel und ein Placebo, zeitlich versetzt den gleichen Probanden verabreicht. Dazu gibt es mindestens zwei Studienphasen. In der ersten Phase erhalten die Probanden der ersten Gruppe zunächst Therapie A, die Probanden der zweiten Gruppe Therapie B. Die Zuteilung zu den Gruppen erfolgt randomisiert (zufällig). Nach einer definierten Behandlungsdauer wird zur zweiten Studienphase gewechselt: Gruppe 1 erhält nun Therapie B und Gruppe 2 Therapie A. Anschließend wird die Wirksamkeit der Therapie sowohl innerhalb einer Gruppe (Intragruppenvergleich) als auch zwischen den beiden Gruppen miteinander verglichen (Intergruppenvergleich). Als ein Vorteil der Studienform gilt, dass keinem der Teilnehmer die zu prüfende Intervention aus Forschungsgründen vorenthalten werden muss. Ein wichtiger Schritt bei der Planung einer Crossover-Studie ist die Bestimmung der notwendigen Stichprobengröße, die es gestattet, existierende Effekte auch tatsächlich nachzuweisen. Verglichen mit herkömmlichen Studien mit zwei parallelen Vergleichsgruppen haben Cross-over-Studien dabei den Vorteil, dass sich auch kleinere Effekte statistisch nachweisen lassen bzw. dass für den statistischen Nachweis eines Unterschieds weniger Teilnehmer notwendig sind. Allerdings kann dieses Studiendesign nur bei wenigen medizinischen Fragestellungen angewandt werden. Zu berücksichtigen ist der Carry-over-Effekt, das heißt, das Hinüberwirken der Anwendungseffekte des ersten Mittels in die zweite Anwendungsphase. Deshalb bedarf es zwischen den Behandlungsphasen in der Regel einer Pause, in der keine Anwendung stattfindet, damit eine Wirkung des ersten Mittels nicht mehr gegeben ist. Anwendbar ist das Verfahren daher nicht, wenn es um die vollständige Heilung von Krankheiten als Erfolgskriterium geht. Stattdessen ist es beispielsweise geeignet, wenn eine Verringerung der Schwere von Symptomen das Ziel ist. Für die Auswertung stehen spezielle statistische Verfahren zur Verfügung.
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