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EntityQ3355736· pop 8

member of a city or town council in ancient Rome

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decurion
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Pauly–Wissowa
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Als decurio („Zehnschaftsführer“, von lateinisch decem ‚zehn‘) oder curialis wurde im römischen Reich ein Stadtratsmitglied römischer Gemeinden bezeichnet, das in Kaiserzeit und Spätantike auf Lebenszeit gewählt wurde. Der Begriff curialis leitet sich von der Curia ab, dem Versammlungsort der Senatoren in Rom bzw. der Mitglieder des Gemeinderates in den Provinzen. Gleichzeitig wird mit dem Dekurionenstand auch die Oberschicht der Städte im römischen Reich bezeichnet. Die Auswahl der Stadtratsmitglieder erfolgte von Stadt zu Stadt unterschiedlich nach lokalen Regelungen. Teilweise wählten die Duoviri aus der Oberschicht der Honestiores geeignete Kandidaten aus; andernorts ermöglichte lediglich die eigene Tätigkeit als Duovir oder als städtischer Ädil die Mitgliedschaft; in wieder anderen Städten erfolgte die Bestellung durch den Rat selber im Rahmen einer Kooptation. Die Kandidaten mussten freigeboren sein und das Bürgerrecht der Stadt besitzen, durften aber nicht vorbestraft, „ehrlos“, bei der Gemeinde verschuldet oder Eunuchen sein. Das Mindestalter lag zumeist bei 25 Jahren, das Mindestvermögen hing unter anderem von der Größe der Stadt ab. Die Decurionen bildeten die Führungsschicht der civitates, municipia und coloniae, in denen sie für die Sicherheit der Städte, alltägliche Rechtsgeschäfte und öffentliche Veranstaltungen wie religiöse Feste oder Spiele zu sorgen hatten. Nach römischem Recht war diese Aufgabe ein Ehrenamt, das mit erheblichem Ansehen verbunden und deshalb sehr erstrebenswert war. In der Regel war die Zugehörigkeit zum ordo decurionum, also jener Gruppe in einer Stadt, der die meisten Ratsherren entstammten, erblich. In vielen municipia war zudem festgelegt, dass Männer, die als curiales öffentliche Ämter bekleidet hatten, nach dem Ende der Amtszeit das begehrte römische Bürgerrecht erhielten. Bis zur Constitutio Antoniniana, die 212 allen freien Einwohnern des Imperiums das Bürgerrecht verlieh, trug dies dazu bei, die Attraktivität der Mitgliedschaft im Stadtrat zu erhöhen.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA

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