Deep focus cinematography
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Article · Deutsch
Der Begriff der Deep focus cinematography bezeichnet die Anwendung möglichst großer Schärfentiefe im Film mit Hilfe von kameratechnischen Mitteln, wie etwa der Verwendung von Weitwinkelobjektiven und einer möglichst kleinen Apertur. Die Deep focus cinematography steht in einem engen Zusammenhang mit der , muss mit ihr jedoch nicht gleichbedeutend sein. Paradigmatisches Beispiel ist der Film Citizen Kane (Orson Welles, USA 1941). Die Anwendung von Schärfentiefe als kinematografisches Verfahren ist jedoch nicht erst eine Erfindung der 1940er Jahre. Die Deep-focus cinematography, wie auch ihr enger Verwandter, die Deep-space-mise-en-scène, waren bereits in der Anfangszeit des Kinos als Stilmittel bekannt. Während der 1920er und 1930er Jahre setzte sich jedoch zumindest im klassischen Hollywood ein Stil durch, der auf Tiefe oftmals verzichtete. In diesem 'weichen Stil' (soft style) wurden scharfe Kontraste als unkünstlerisch abgelehnt, eine leichte Unschärfe über alle Bildebenen war vielmehr das Ziel. Betrachtet man die technologischen Innovationen in dieser Zeit, so wird offensichtlich, wie sehr stilistische Präferenzen der Filmemacher und technologische Innovationen sich wechselseitig beeinflussen.
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