
Also known as /dev/urandom
eine Datei-Schnittstelle auf UNIX-System für den systemweiten Zufallsgenerator
/dev/random ist unter vielen unixoiden Betriebssystemen eine zeichenorientierte virtuelle Gerätedatei, über das Programme auf einen systemweiten Zufallszahlengenerator von hoher Qualität zugreifen können. Da für netzwerkorientierte Systeme wie Unix Kryptographie-Dienste und damit Zufallszahlen eine bedeutende Rolle spielen, kommt dieser Datei und dem dahinterstehenden Treiber eine wichtige Bedeutung zu. Der Zufallsgenerator sammelt von Gerätetreibern und anderen Quellen in einem Entropie-„Pool“. Der Generator speichert auch eine Abschätzung über die Anzahl der Bits im Entropie-Pool. Aus diesem „Pool“ werden die Zufallszahlen generiert. Beim Lesen gibt /dev/random nur solange Zufallszahlen zurück, bis die abgeschätzte Entropiemenge erschöpft ist; dann blockieren Lesezugriffe auf /dev/random, bis zusätzliches Umgebungsrauschen erhalten wurde. /dev/random sollte ausreichend sein für Anwendungszwecke, die auf eine sehr hohe Qualität der Zufälligkeit angewiesen sind, wie etwa Verschlüsselung (beispielsweise One-Time-Pads oder Schlüsselerzeugung). Aus Geschwindigkeitsgründen wird in der Praxis oft nur der „Seed“ eines Pseudo-Zufallszahlengenerators von /dev/random gelesen (z. B. in OpenSSL, PGP und GnuPG). Der aktuelle Füllstand des Entropie-Pools lässt sich unter Linux aus der Datei /proc/sys/kernel/random/entropy_avail ermitteln. Eine Ausgabe der Datei liefert die verfügbare Entropie in Bit, wobei das Maximum von 4096 Bit einem vollständig gefüllten „Pool“ entspricht.
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Discovered by embedding cosine similarity (sentence-transformers MiniLM, 384-dim).