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Dresdner Bank

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1872 – 1913 Gründung, Konsolidierung, Ausbau Die Dresdner Bank wurde am 12. November 1872 in Dresden gegründet. Zu diesem Zweck wurde das bereits 1771 entstandene Privatbankhaus Michael Kaskel in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. In der Folgezeit dehnte sich das Geschäft schnell aus. Schon bald übernahm die Dresdner Bank eine ganze Reihe kleinerer Provinzbanken. Bis zur Errichtung einer Filiale in Berlin 1881 blieb sie allerdings ein sächsisches Regionalinstitut. Da die Umsätze der Berliner Filiale bald die der Zentrale in Dresden übertrafen, verlegte die Geschäftsleitung 1884 ihren Sitz in die Reichshauptstadt; juristischer Sitz blieb bis 1950 Dresden. Das ständig wachsende Geschäft erforderte 1888 und 1889 Kapitalerhöhungen. Die Ausdehnung des Filialgeschäfts begann jedoch erst 1892 mit der Übernahme der Anglo-Deutschen Bank (Hamburg), deren Geschäftsstelle in eine Filiale der Dresdner Bank umgewandelt wurde. In rascher Folge wurden dann unter Übernahme lokaler Bankinstitute weitere Geschäftsstellen in den größeren Städten Deutschlands errichtet. Erst 1899 gründete die Dresdner Bank in Mannheim und Chemnitz die ersten Filialen, die nicht aus der Übernahme bereits bestehender Bankhäuser entstanden. Neben dem Filialgeschäft gewann das Auslandsgeschäft schnell an Bedeutung. Neben ihrer Beteiligung an bedeutenden internationalen Transaktionen errichtete die Dresdner Bank 1895 ihre erste Auslandsniederlassung in London, dem damaligen Zentrum des internationalen Bankgeschäfts. In den Jahren 1905 / 06 gründete sie gemeinsam mit der Nationalbank für Deutschland und dem A. Schaaffhausenschen Bankverein die Deutsche Orientbank (Berlin) als Spezialinstitut für den Orient und die Deutsch-Südamerikanische Bank (Berlin) – die heutige Dresdner Bank Lateinamerika (Hamburg) – zur Förderung des deutschen Überseehandels. Herausgegeben von: Dresdner Bank AG, 60301 Frankfurt am Main, Seite 2 1914 - 1932 Erster Weltkrieg, Inflation, Stabilisierung, Bankenkrise Nach der erfolgreichen Auf- und Ausbauphase bis 1913 war die Dresdner Bank durch den Ersten Weltkrieg und die darauf folgende Inflation schweren Belastungen ausgesetzt. Während des Kriegs kamen insbesondere das Effekten- und das Auslandsgeschäft fast zum Erliegen; auch im Kreditgeschäft mussten Einbußen hingenommen werden. Die gesamten Kriegsverluste der Dresdner Bank werden auf 100 Millionen Mark beziffert. Sie entstanden u.a. durch die zwangsweise Schließung der Niederlassung London, den Wegfall der russischen AEG-Anteile, den Verlust von Guthaben in St. Petersburg, den Verlust des Anteils am Bankhaus J. Allard & Cie. (Paris) und Einbußen bei der Deutschen Orientbank (Berlin). Dazu kam die Ausbuchung weiterer Beteiligungen und Guthaben im Ausland. Als nach dem Ende des Ersten Weltkriegs die Inflation einsetzte, stieg die Arbeitsbelastung der Banken umso stärker, je mehr die Mark entwertet wurde. Die Zahl der Konten bei der Dresdner Bank erhöhte sich von 1918 bis 1921 von 376.000 auf 540.000. Die Mitarbeiterschaft musste mehr als verdoppelt werden: Waren 1918 noch 9.600 Mitarbeiter beschäftigt, so waren es 1923 fast 23.000. Auch das Aktienkapital wurde in den Inflationsjahren verdoppelt (auf 1,1 Mrd. Mark). Nach der Währungsstabilisierung im Spätherbst 1923 wurde das Grundkapital in der Goldmarkeröffnungsbilanz zum 1. Januar 1924 im Verhältnis 12,5:1 auf 78 Millionen zusammengelegt. Nach der Währungsstabilisierung konnte auch die Dresdner Bank wieder daran gehen, ihr Geschäft auszubauen. Sowohl das Kredit- als auch das Auslandsgeschäft entwickelten sich in der Folgezeit günstig, so dass die Bank 1926 ihr Aktienkapital von 78 auf 100 Mill. Reichsmark erhöhen konnte. Die Weltwirtschaftskrise, die ab 1929 zunächst in den USA einsetzte, stoppte die positive Entwicklung. Daraus entwickelte sich 1931 eine schwere Bankenkrise. Eingeleitet durch die Bekanntgabe der Insolvenz der Österreichischen Creditanstalt im Mai 1931 setzte ein Run auch auf die deutschen Banken ein. Als die Darmstädter

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