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Article · Deutsch
Erzieher sind pädagogische Fachkräfte, die eine Ausbildung an einer Fachschule, einer Fachakademie oder einem Berufskolleg durchlaufen haben. Kindergärtner dagegen ist eine in Deutschland zwar noch teilweise gebräuchliche, aber veraltete Berufsbezeichnung. Durch Rahmenvereinbarungen der Kultusministerkonferenz von 1967 wurden die bis dahin getrennten Ausbildungen Kindergärtner, Hortner und Jugend- und Heimerzieher zusammengefasst, vereinheitlicht und das Tätigkeitsfeld deutlich ausgeweitet. In Deutschland waren 2020 442.387 Erzieher in Kindertageseinrichtungen beschäftigt. Der Anteil von Männern im Beruf lag 2016 bei 5,2 Prozent. Wegen des niedrigen Männeranteils im Berufsfeld wird häufig auch nur die weibliche Form Erzieherin verwendet. Im Durchschnitt werden im Kindergarten aktuell neun Kinder von einer pädagogischen Fachkraft betreut (Stand 2017). Erzieher werden allerdings nicht nur für die Arbeit mit Kindern qualifiziert, sondern können auch mit Jugendlichen, Erwachsenen oder behinderten Menschen jeglichen Alters arbeiten. Dabei kann teilweise durch Wahl der Ausbildungsstätte oder Praktika ein individueller Schwerpunkt gelegt werden, der aber für die weitere berufliche Entwicklung nicht bindend ist. Die ISCED-Klassifikation ist 4A bzw., wenn der Bildungsgang mehr als 2.400 Unterrichtsstunden hat, 5B. Der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) ordnet einen „staatlich anerkannte[n] Erzieher“ bzw. eine „staatlich anerkannte Erzieherin“ in das DQR-Qualifikationsniveau 6 ein, wenn die Ausbildung mindestens 2.400 Unterrichtsstunden und 1.200 Stunden Praxis umfasst. Der DQR hat empfehlenden Charakter.
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA