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Ernst Breit

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German trade unionist (1924-2013)

Person · Open Library

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14

Top works

  • Einwirkung von Phenylhydrazin auf Formylglutaconsäureester
  • Studien über die Darmflora des Menschen
  • Die Lehrerin in Beruf und Leben
  • Anders leben - anders arbeiten in Europa
  • Die deutsche Frau im Mittelalter

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Type
Person
Country
DE
Active from
1924-08-20
Active to
2013-02-22

via MusicBrainz · CC0

Described at

Ich habe lieber eine unangenehme Wahrheit gesagt als zu lügen

Der ehemalige DGB-Chef Ernst Breit sagt, dass der Bauskandal um die Neue Heimat seine Gewerkschaft damals beeinträchtigt habe. Im Zeitzeugengespräch redet er außerdem über seinen Weg an die Gewerkschaftsspitze, Ost-West-Kontakte im Kalten Krieg und darüber, warum er heute für einen Mindestlohn plädiere.

deutschlandfunk.de

Etwas spröde und typisch norddeutsch, so trat er auf, so sprach und wirkte er, einerseits. Andererseits bescheinigten ihm Anhänger und Gegner eine souveräne Bereitschaft zum Ausgleich, zum Kompromiss. Auch wurden sein Realitätssinn und die Fähigkeit zur klaren Analyse immer wieder hervorgehoben. Die Rede ist von Ernst Breit, geboren am 20. August 1924 im schleswig-holsteinischen Lohe-Rickelshof, von 1982 bis 1990 Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB. Nach Schulzeit und mittlerer Reife begann Breit seine Berufslaufbahn als Postinspektoranwärter, zu der er auch nach Kriegsdienst und Gefangenschaft 1946 zurückkehrte. Daneben engagierte er sich beim Neuaufbau der Gewerkschaftsbewegung. 1971 wurde er Vorsitzender der Deutschen Postgewerkschaft, 1982 übernahm Breit als Nachfolger von Heinz Oskar Vetter den Vorsitz des Deutschen Gewerkschaftsbundes, den er 1990 an Heinz-Werner Meyer abgab. In seiner Zeit als DGB-Vorsitzender eskalierten die Auseinandersetzungen mit der Bundesregierung um die Einführung der 35-Stunden-Woche. Äußerst konfliktträchtig verliefen auch die Sanierungsbemühungen bei der hoch verschuldeten gewerkschaftseigenen Baugesellschaft Neue Heimat. Hier gelang es Ernst Breit jedoch, die größte Krise in der Geschichte des DGB, so die „Süddeutsche Zeitung“, binnen weniger Monate aus den Schlagzeilen zu bringen. Ernst Breit ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter. „Wir wussten, wir waren dran, wenn wir alt genug waren. Und alt genug war man mit 18.“ Jugend im Dritten Reich, Arbeit als Leitmotiv des Lebens und frühe gewerkschaftliche Orientierung. Rainer Burchardt: Herr Breit, Sie sind Jahrgang 1924, sind also 88, in diesem Jahr werden Sie 89 Jahre alt. Was hat Sie in Ihrem Leben, um das mal zu summieren, was hat Sie am meisten bewegt? Breit: Das fing an beim Postamt in Heide nach der Entlassung aus der Wehrmacht am 1. August 1945 und ging dann weiter über Personalratsarbeit, ehrenamtlich, nebenbei. Stellenvorsteher war ich in einem Postamt mit mehr als 50 Arbeitsplätzen. Burchhardt: Sie haben also, praktisch von der Pike auf haben Sie Ihren Beruf erlernt, als Postbeamter. Breit: Ich habe angefangen als Postinspektoranwärter. Von der Pike kann man nicht unbedingt sagen, dann fängt man als Briefträger an. Burchhardt: Sie waren, was Sie gerade erwähnt haben, 21 Jahre alt, als Sie aus dem Krieg kamen, wenn man das so formulieren darf, also blutjung im Grunde genommen. Und es gibt ja viele, die sagen, die in den Mitte-20er-Jahren geboren sind, wir sind im Grunde genommen die betrogene Generation, wir sind um unsere Jugend betrogen worden, da war der Krieg, und als wir aus dem Krieg zurückkamen, war erst mal gar nichts außer Trümmern und Wiederaufbau. Haben Sie das auch so in Erinnerung? Breit: Nein, so habe ich das nicht in Erinnerung. Erstens waren wir schon aus der Schulzeit darauf eingestellt, in den Krieg zu müssen, und zweitens sind wir danach angefangen zu arbeiten. Burchhardt: Meinen Sie das mit Anspielung etwa auf die HJ, dass die HJ so was wie eine Vorbereitung auf den Krieg schon war, ja? Breit: Auch, auch. Ich war Jungvolkführer die ersten zehn, nicht zehn ... Das fing mit sechs Jahren an und hörte auf mit dem Augenblick, wo ich zur Post kam, das war mit 16. Burchhardt: Sie kommen ja aus Norddeutschland, Sie sind Dithmarscher. Und aus welchem Elternhaus kommen Sie, was waren Ihre Eltern, wie haben die Sie erzogen? Breit: Mein Vater war Werkzeugmachermeister in einer kleinen Maschinenfabrik in Heide. Er stammte aus dem Saargebiet, er hatte 1923 mit den Franzosen Ärger gekriegt, und da seine damals zweite Frau – die Erste war schon verstorben – aus Dithmarschen stammte, sind die beiden dann nach Dithmarschen gezogen. Denn in Saarbrücken war nichts. Burchhardt: Sie haben eben gesagt, wir haben ja als Jugendliche, waren wir schon darauf vorbereitet, dass wir in den Krieg müssen. Wann hat es Ihnen geschwant, wir werden hier ausgebildet als Menschenmaterial für die Schlachten? Brei

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Bundesarchiv B 145 Bild-F066923-0010, Köln, SPD-Parteitag, von Dohnanyi, Breit.jpg
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2
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Ernst Breit
date of birth
1924-08-20
date of death
2013-02-22
name in native language
Ernst Breit
Sources (2)

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