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Euthyphron

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Also known as Plat. Euthyph.

Dialog Platons

Key facts

Medieval text.name
Euthyphro
Medieval text.alternative title(s)
Εὐθύφρων
Medieval text.image
Euthyphro Stephanus 1578 p 2.jpg
Medieval text.caption
Henri Estienne's 1578 edition of Euthyphro, parallel Latin and Greek text.
Medieval text.also known as
On Holiness
Medieval text.author(s)
Plato
Medieval text.compiled by
Thrasyllus of Mendes
Medieval text.language
Attic Greek
Medieval text.date
4th century BC
Medieval text.provenance
Byzantine empire
Medieval text.series
Dialogues of Plato
Medieval text.manuscript(s)
List
Medieval text.principal manuscript(s)
Codex Oxoniensis Clarkianus 39 (Oxford, Bodleian Library)
Medieval text.first printed edition
1513 by Aldus Manutius
Medieval text.genre
Socratic dialogue
Medieval text.subject
Piety, Euthyphro dilemma
Medieval text.setting
Stoa Basileios, Ancient Athens
Medieval text.personages
Socrates, Euthyphro

via Wikipedia infobox

Wikidata facts

Instance of
literary work
Author
Plato
Image
Euthyphro Stephanus 1578 p 2.jpg
Show 7 more facts
language of work or name
Ancient Greek
title
Εὐθύφρων
publication date
0400-00-00
entry in abbreviations table
Plat. Euthyph.
Commons category
Euthyphro
time period
ancient history
form of creative work
prose
Sources (6)

via Wikidata · CC0

Article · Deutsch

Der Euthyphron (altgriechisch Εὐθύφρων Euthýphrōn) ist ein in Dialogform verfasstes frühes Werk des griechischen Philosophen Platon. Den Inhalt bildet ein fiktives Gespräch von Platons Lehrer Sokrates mit seinem betont religiösen Mitbürger Euthyphron, nach dem der Dialog benannt ist. Das Thema ist die Definition der Frömmigkeit, deren Verhältnis zur Ethik untersucht wird. Euthyphron erzählt Sokrates, dass er gegen seinen Vater wegen eines Tötungsdelikts Anklage erhebt. Er ist überzeugt, das Recht auf seiner Seite zu haben und fromm zu handeln. Sokrates nimmt diese ungewöhnliche Situation zum Anlass, mit Euthyphron ein philosophisches Gespräch über die Frömmigkeit zu führen. Gemeinsam versuchen sie zu bestimmen, was die Frömmigkeit ausmacht. Dabei stoßen sie auf einen wesentlichen Aspekt des Themas, der hier erstmals formuliert wird und daher heute in der Philosophie und Theologie als Euthyphron-Dilemma bekannt ist. Es handelt sich um die Frage, ob etwas dann als moralisch korrekt zu gelten hat, wenn es dem Willen eines Gottes entspricht, der alle Normen setzt, oder ob das ethisch Richtige an und für sich richtig ist und aus diesem Grund von der Gottheit gewollt wird. Die Bedeutung der Frage liegt in den weitreichenden ethischen und theologischen Konsequenzen, die sich aus ihrer Beantwortung ergeben. Für die beiden Gesprächspartner ist das allerdings kein Problem, denn sie halten es für evident, dass nicht die Gottgefälligkeit bewirkt, dass etwas ethisch richtig ist, sondern die ethische Richtigkeit die Ursache der Gottgefälligkeit ist. Es gelingt nicht, die Frömmigkeit befriedigend zu definieren und ihr Verhältnis zur Gerechtigkeit zu klären. Der Dialog führt zu einer Aporie, einer anscheinend ausweglosen Lage. Euthyphron gibt auf und bricht das Gespräch ab.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA