Friedrich Gilly
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German architect (1772–1800)
Person · Open Library
- Born
- 1772
- Died
- 1800
- Works
- 2
Top works
- Dortmunder Architekturausstellung, 1977
- Friedrich Gilly
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Described at
Gilly, Friedrich – Kulturstiftung
kulturstiftung.org →„Hier ruht/ Vom Vaterlande und von zahlreichen/ Freunden getrennt/ Ein Liebling des Himmels und der Menschen/ Ein Künstler der edelsten Art-/ In welchem die Fülle des Genies/ Mit der Reinigkeit des echten Geschmacks/ Und der inneren Harmonie/ Einer schönen gebildeten Seele-/ Die Kunst mit dem Leben sich innig verschlang“. Mit diesen Worten versucht die Inschrift auf dem Grabstein Friedrich Gillys das Wesen jenes frühvollendeten Architekten und Baumeisters zu erfassen, der vielleicht, wäre er nicht vor 200 Jahren, nur 28jährig, verstorben, das Bild Berlins und Brandenburgs ähnlich entscheidend hätte prägen können, wie das Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff im 18. und Karl Friedrich Schinkel im 19. Jahrhundert gelungen ist. Friedrich Gilly entstammte einer Hugenottenfamilie, die 1689 in das Kurfürstentum Brandenburg eingewandert war. Er wurde als Sohn des pommerschen Landbaudirektors und Geheimen Oberbaurates David Gilly, des Schöpfers unter anderem der Schloßanlagen zu Paretz und Freienwalde sowie des Vieweg’schen Anwesens in Braunschweig, und dessen Gattin Justine Friederike in Altdamm bei Stettin geboren und verbrachte seine Kindheit zuerst in Stargard, wohin der Vater noch im Geburtsjahr des Knaben versetzt worden war, und dann ab 1782 in Stettin. Hier besuchte er eine Privatlehranstalt, wurde aber auch vom Vater, dem sein künstlerisches und technisches Talent nicht verborgen geblieben war, in die Grundlagen der Architektur und ihrer Nachbargebiete eingeführt und zum Zwecke der direkten Anschauung des Erlernten auf etliche Dienstreisen mitgenommen. Mit der Übersiedelung der Familie nach Berlin im Jahre 1788 erfuhren diese Impulse eine Vertiefung und Systematisierung. Gilly erhielt Unterricht bei Carl Gotthard Langhans und Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff in der Baukunst und an der Akademie der Künste im Zeichnen, wobei hier Christian Bernhard Rode, Daniel Nikolaus Chodowiecki und Johann Gottfried Schadow zu seinen Lehrern zählten. 1789 zum Baukondukteur beim Königlichen Hofbauamt bestellt, fand er auch Gelegenheit zur praktischen Umsetzung seiner Kenntnisse, so beim Bau des Oranienburger Kanals oder der Berliner Stadtvogtei. Sein theoretisches Wissen erweiterte Gilly auf zwei Reisen, die ihn 1790 in Begleitung des Oberbaurates Riedel nach Westdeutschland und Holland, 1794 gemeinsam mit seinem Vater nach West- und Ostpreußen führten. Trat er hier erstmals mit geschultem Blick den Werken der Gotik und des norddeutschen Backsteinbaus gegenüber, erlangte er dort tiefere Einsichten in die Technik des Wasserbaus und die Möglichkeiten der Vereinfachung überladen ornamentierter Bauformen. Stärker als diese Eindrücke, die sich nur indirekt, etwa in der Raumauffassung und dem Streben nach erhabener, aber gleichwohl schlichter Monumentalität, in Gillys späterem Schaffen nachweisen lassen, wirkte die intensive Beschäftigung mit der Architektur der Antike. Der junge Baumeister gelangte im Studium der erhaltenen Denkmäler, zuerst vor allem des architektonischen Schaffens der römischen Antike zu einer bislang unbekannten, auf das Wesen der Werke hin zielenden Anschauung antiker Baukunst, die den sich im wesentlichen auf äußere Nachahmung einzelner überlieferter Formelemente beschränkenden Frühklassizismus revolutionierte. Nicht mehr die bloße Gestalt eines Bauteiles, das als eine Art Versatzstück potentiell beliebigen Zwecken zugeführt werden konnte, sondern die Gesamtheit des Baukörpers als Ausfluß der Ideenwelt ihres Schöpfers trat nun in den Mittelpunkt, Raum und Form verschmolzen zu einer Einheit, der gegenüber Überlegungen des Gebäudeschmuckes und der Ornamentik zunächst in den Hintergrund traten. Weiter befruchtend wirkte darüber hinaus eine ausgedehnte Studienreise, die den neu zum Oberhofbauinspektor Ernannten anstelle des eigentlich angestrebten, aber aufgrund der Kriegsereignisse verschlossenen Italien nun 1797 bis 1798 nach Frankreich und auf die britischen Inseln führte. Der englische Klassizismus, mehr aber noch die Par
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Wikidata facts
- Instance of
- human
- Given name
- Friedrich
- Gender
- male
- Citizenship
- Kingdom of Prussia
- Place of birth
- Szczecin
- Place of death
- Karlovy Vary
- Father
- David Gilly
- Occupation
- architect
- Languages spoken
- German
- Image
- Bildnis des Architekten Friedrich Gilly (1772-1800).png
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- described at URL
- www.paretz-verein.de/seite/346853/friedrich-gilly.html
- Commons category
- Friedrich Gilly
- cause of death
- tuberculosis
- medical condition
- tuberculosis
- date of birth
- 1772-02-16
- date of death
- 1800-08-03
- manner of death
- natural causes
- student
- Karl Friedrich Schinkel
- has works in the collection
- Art Institute of Chicago
- start of work period
- 1787-01-01
- end of work period
- 1800-01-01
- Commons Creator page
- Friedrich Gilly
via Wikidata · CC0