Friedrich Weißler
Sign in to saveGerman resistance member (1891–1937)
Person · Open Library
- Born
- 1891
- Died
- 1937
- Works
- 2
Top works
- Die Behandlung entfernter Möglichkeiten im Privatrecht
- Formularbuch für freiwillige gerichtsbarkeit
- Die behandlung entfernter Moglichkeiten im Privatrecht
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Wei�ler, Friedrich Dr..indd
magdeburg.de →Nur knapp sechs Monate lebt der Jurist Dr. Fried- rich Weißler mit seiner Familie in Magdeburg, noch kürzer ist seine berufliche Tätigkeit in dieser Stadt: vom 1. Dezember 1932 bis Februar/März 1933. Den- noch ist es wichtig, dass hier an ihn erinnert wird. Ist doch Magdeburg mit Weißlers Ernennung zum Landgerichtsdirektor am hiesigen Landgericht für einen kurzen Moment der Ort, an dem er den Hö- hepunkt seiner beruflichen Karriere erlebt, und wird gleich darauf für ihn zu der Stadt, in der er erstmals antisemitischen SA-Terror und nationalsozialisti- scher Gewalttätigkeit ausgesetzt ist. Georg Friedrich Weißler stammt aus einer jüdischen Juristenfamilie - sein Vater ist der Rechtsanwalt und Notar Justizrat Adolf Weißler, der mit seiner Frau Auguste geborene Hayn und seinen drei Söh- nen, Otto (geb. 1884), Ernst (geb. 1887) und Friedrich im schlesischen Königshütte lebt und zwei Jahre nach der Geburt des Jüngsten in die Universitätsstadt Halle/Saale zieht. Friedrich Weißler wächst in einem kaisertreuen, bürgerlich-konservativen Milieu auf. 1909 macht er am Halleschen Stadt-Gymnasium sein Abitur und beginnt danach in Bonn mit dem Jurastudium, das er in Halle fortsetzt. Dort legt er im Dezember 1912 das Erste Juristische Staatsexamen ab und wird ein Jahr später promoviert. Seine Dissertation über „Die Behandlung entfernter Möglichkeiten im Privat- recht. Ein Beitrag zum Vertrauensschutz“ erscheint 1914 im Druck. Seine berufliche Laufbahn beginnt er als Referendar am Amtsgericht Eilenburg, meldet sich jedoch, als der Erste Weltkrieg ausbricht, als Kriegsfreiwilliger. Er erhält das Eiserne Kreuz Zweiter Klasse und beendet den Kriegsdienst als Offi- zier. Dass sich sein Vater 1919 angesichts des von ihm als Schmach empfundenen Versailler Vertrages das Leben nimmt, erschüttert ihn tief. Er geht für ein Jahr nach Berlin, wo er am 2. September 1920 das Zweite Juristische Staatsexamen ablegt. Danach beginnt er als Hilfsrichter in Halle. Ab 1925 wird er zum Landgerichtsrat und zum Amtsgerichtsrat in Halle berufen und zugleich zum stellvertretenden Vorsitzenden am Arbeitsgericht. Neben seiner Tätigkeit am Gericht verfasst Weißler umfangreiche juristische Fachliteratur, auch einen Kommentar zur Grundbuchordnung, und er ist Mitherausgeber des Formularbuches für Freiwillige Gerichtsbarkeit. Er gilt als hoch befähigter und vielseitig begabter Jurist und ist allerseits anerkannt. Justizrat Adolf Weißler hatte seine Söhne schon als Kleinkinder taufen lassen, um ihnen den Weg in die christliche Mehrheitsgesellschaft zu ebnen. Dass die für Friedrich Weißler auch zur religiösen Heimat wird, dazu trägt wohl auch seine Hochzeit mit der Pfarrerstochter Johanna Schäfer (geboren am 28. Mai 1896 in Tucheim) in Plossig bei Wittenberg am 19. Juli 1922 bei. Zwei Söhne werden dem Paar geboren, Ulrich Adolf (geb. am 22. März 1925) und Johannes (geb. am 26. August 1928). Wir erinnern anDr. Friedrich Weißler Dr. Georg Friedrich Weißler, geboren am 28, April 1891 in Königshütte/ Schlesien (heute Chorzów/ Polen), Richter und Autor rechtswissenschaftlicher Fachliteratur; ab Februar 1933 als „Nichtarier“ verfolgt und misshandelt, im März 1933 beurlaubt und am 4. August 1933 als „politisch unzuverläs- sig“ aus dem Dienst entlassen; zuletzt in Magdeburg wohnhaft Wilhelm-Raabe-Str. 9; ab 1934 in Berlin tätig als Jurist der Bekennenden Kirche, am 7. Oktober 1936 verhaftet, am 13. Februar 1937 verschleppt in das KZ Sachsenhausen; am 19. Februar 1937 dort ermordet. Was wissen wir von ihm? Familie Dr. Weißler Foto / Privatbesitz Die Familie wohnt in Halle bis zum Januar 1933 Neue Promenade 6, sie lebt gern in Halle, trifft sich mit Freunden und lädt zu Hausmusikabenden ein. Im Januar 1933 zieht die Familie nach Magdeburg (Wilhelm-Rabe-Straße 9), wo Dr. Weißler schon seit dem 1. Dezember 1932 als einer der Landgerichtsdirektoren tätig ist. Dort verurteilt er als Vor- sitzender Richter am 15. Februar 1933 einen SA-Mann wegen „Ungebühr vor Gericht“ (weil der ent- gegen al
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Wikidata facts
- Instance of
- human
- Given name
- Friedrich
- Gender
- male
- Citizenship
- German Reich
- Place of birth
- Chorzów
- Place of death
- Sachsenhausen concentration camp
- Occupation
- resistance fighter
- Languages spoken
- German
- Residence
- Magdeburg
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- Commons category
- Friedrich Weißler
- date of birth
- 1891-04-28
- date of death
- 1937-02-19
- cause of death
- torture
- place of detention
- Sachsenhausen concentration camp
- place of burial
- Südwestkirchhof Stahnsdorf
- described at URL
- www.magdeburg.de/loadDocument.phtml?FID=698.25141.1&Ext=PDF
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