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Das Gallino-Kruzifix, benannt nach dem Nachnamen des Antiquitätenhändlers aus Turin, der es 2008 an den italienischen Staat verkauft hat, ist eine kleine Holzskulptur aus Lindenholz (41,3 × 39,7 cm). Sie stellt die Kreuzigung Jesu ohne Kreuz dar, datiert ca. 1495–1497, und wird Michelangelo Buonarroti zugeschrieben. Trotz des ersten Hinweises auf Lindenholz besteht das Objekt höchstwahrscheinlich aus Pappel. Das für private Andachten bestimmte Kruzifix war im Besitz des Antiquitätenhändlers Giancarlo Gallino (1940–2011) aus Turin, bevor es Michelangelo zugeschrieben wurde. Eine Zuschreibung die zudem die entgegengesetzte Meinung einiger Fachleute widerspiegelt. Die Fachleute haben sich in der Tat in gegensätzlichen Extremen aufgeteilt, zwischen denen, die es als Werk des toskanischen Bildhauers betrachten, und denen, die es mit gegenteiliger Bewertung als serielles oder halbserielles Werk einer Holzschnitzerwerkstatt betrachten, die in Florenz der Renaissancezeit tätig war. Die Entscheidung des italienischen Staates, einen beträchtlichen Geldbetrag für seinen Erwerb bereitzustellen, hat daher zu erheblicher Beunruhigung und Ermittlungen des Rechnungshofes und der Strafjustiz geführt. Der Fall veranlasste den Rechnungshof im Februar 2012, den damaligen Generaldirektor des Ministeriums für Kulturgüter, Roberto Cecchi, die Superintendentin des Polo Museale Fiorentino, Cristina Acidini, und vier Beamte des Ministeriums anzuklagen. Der Rechnungshof hat im September 2013 in der Rechtssache (Nr. 643 des Jahres 2013 der Sektion Latium) entschieden und die Beklagten vom Vorwurf des "steuerlichen Schaden" freigesprochen, da nach Ansicht der Richterkommission der Schaden für das Schatzamt nicht genau beziffert wurde. Es wurde jedoch in mehreren Punkten das Verhalten der Personen kritisiert, die in dem Verfahren vor dem Erwerb des Kruzifixes durch den Staat beteiligt waren, und das Verfahren zur Beurteilung der tatsächlichen Zuschreibbarkeit des Werkes auf Buonarroti als unzureichend beurteilt. Das Kruzifix wurde dem Polo Museale Fiorentino anvertraut. Seit Oktober 2011 befindet es sich im Bargello, wo es seit dem 4. April 2012 seinen endgültigen Platz in einem Schrein der Kapelle der Podestà gefunden hat.
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA
Discovered by embedding cosine similarity (sentence-transformers MiniLM, 384-dim).