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www.bund-forum.de • Thema anzeigen - Aretz, Gerd, Erika, Oliver
forum.bund-forum.de →Gerd Aretz besuchte nach dem Krieg die Meisterschule für das gestaltende Handwerk in Vohwinkel (Wuppertal) und studierte von 1950 bis 1954 Graphik an der daraus hervorgegangenen Werkkunstschule in Wuppertal. 1955 machte er sich mit seiner Frau Erika Aretz, die ebenfalls an der Werkkunstschule Wuppertal Graphik studiert hatte, selbständig und ließ sich freischaffend in seiner Heimatstadt nieder. Er gestaltete Plakate sowie Messestände und war als Illustrator tätig. Insbesondere aber entwarf er Briefmarken. 1960 begann er sich, gemeinsam mit seiner Frau Erika, an den Wettbewerben der Deutschen Bundespost um neue Briefmarken zu beteiligen.(1) Bereits bei der dritten Ausschreibung hatte das Duo Erfolg und ihre Marke zum 150. Geburtstag von Wilhelm Emanuel von Ketteler [Abb.1] kam am 22.12.1961 an die Schalter. Die nächste von Gerd und Erika Aretz gemeinsam entworfene Emission war der „Widerstandsblock“ 1964. Ab 1969 reichte Gerd Aretz seine Entwürfe dann allein unter seinem Namen ein; (2) wobei ihn seit 1995 sein Sohn Oliver unterstütze und seine händisch gezeichneten Entwürfe mit dem Computer überarbeitete.(3) Aus dem Hause Aretz erschienen unter anderem 1975 die „Bedeutenden Frauen“ , 1978 der Block deutsche Literaturnobelpreisträger und 1982 die Ausgabe zum „Tag der Briefmarke“. [Abb.2] Sie ist schon „biographisch“ zu nennen, zeigt sie doch seine private Schreibecke, echte Briefe mit von ihm entworfenen Briefmarken frankiert und ein Foto seines Sohnes Oliver als Baby. Im gleichen Jahr erschien zudem sein „Präsidentenblock“. Ab 1986 wurde die neue Freimarkenserie „Frauen der deutschen Geschichte“ in Umlauf gebracht. Sie erreichte eine Milliardenauflage und umfasste 39 Werte die von Gerd Aretz entworfen wurden. Allein das Bild von Marlene Dietrich[Abb.3] zeichnete er 20mal. Diese Sorgfalt beim Entwurf, der gekonnte Stich von Egon Falz und der zweifarbige Stichtiefdruck der Bundesdruckerei machte nicht nur diese Marke, sondern die gesamte Dauerserie zu einem Highlight deutscher Briefmarkenkunst. Das Œuvre von Gerd Aretz war so vielfältig wie die Ausgabepolitik der Post im Zeitraum von 1961 bis 2009. Dennoch lassen sich einige Schwerpunkte seiner Arbeit erkennen. So porträtierte er, wie die eben erwähnten Beispiele bereits zeigen, mit Leidenschaft Persönlichkeiten der Kunst, Politik und Geschichte. Mit einigen, wie z.B. Johannes Rau, bestand auch eine persönliche Verbundenheit. Zu seinem Tod 2006 entwarf er binnen 72 Stunden eine Marke. Auch seine letzte Arbeit war eine Porträtmarke und erschien am 2. Juni 2009, drei Tage vor Aretz Tot, anlässlich des 500. Geburtstags von Johannes • Mehrere Artikel aus (mittlerweile offline) • Bundesministerium für das Post und Fernmeldewesen (Hrsg.): 30 Jahre Kunstbeirat der Deutschen Bundespost. Briefmarkengrafik in der Bundesrepublik Deutschland. Düsseldorf (1984) • Edition 5000 der DP-AG Nr.2/98, Nr.2/99 und Nr.2/2000 (auch Quelle der Fotos mit freundlicher Genehmigung der DP-AG) • Philartes Nr.14/1982 • Künstler ETB „Deutsche Briefmarkenkunst“ Sonderblatt 1987 • Künstler ETB „Deutsche Briefmarkenkunst“ 1996 • Unterbarmer Umschau Nr.6/2018, S.44-45 • Briefmarkenspiegel Nr.7/2000, S.32 • Mitteilung des „Kunstbeirats“ zu den Jahrgängen 1955 und 1956, hrsg. von der Deutschen Bundespost • Neuheiten Vorstellung in der DBZ aus den Jahren 1957 und 1958 • Mitteilungen des „Kunstbeirats“ zu den Jahren 1959 und 1960 in „Gebrauchsgraphik“ Nr.3 / 1960 und Nr. 2 / 1961 • „Die Postwertzeichen der Deutschen Bundespost“, Bundesministeriums für das Post- und Fernmeldewesen (Hrsg.), Sonderdrucke der Bundesdruckerei jeweils für die Jahrgänge 1961-1969 • „Die Postwertzeichenausgaben des Jahres 1970 und 1971“ in: Philatelie und Postgeschichte 1973, Nr.21-23 • Presse-Informationsblätter der Post mit den Abbildungen der Postwertzeichen-Neuerscheinungen nebst dessen Konkurrenzentwürfen aus den Jahren 1972-1999 • Atelier-Editionen der DP-AG aus den Jahren 1994-2020 • „postfrisch“ Nr.1/2021-Nr.1/2024 • „Michel“-Katalo
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