Germaine Krull
Sign in to saveAlso known as Germaine Krull,, Germaine Luise Krull
German photographer (1897–1985)
Person · Open Library
- Works
- 13
Top works
- Études de nu
- Le Valois
- La route Paris-Biarritz
- La vie mène la danse
- Germaine Krull
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Music · MusicBrainz
- Type
- Group
- Origin
- Gran Canaria
- Active from
- 1982
- Active to
- 2013
Discography
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Biografie von Germaine Krull (1897-1985), deutsch-niederländische Fotografin, Kriegskorrespondentin und Hotelmanagerin
fembio.org →Sie nannte sich »chien-fou« (frz.: verrückter Hund). Und sie war die fast perfekte Künstlerin: Stattliche sieben Male wagte sie den kompletten Neubeginn, und einer Gesellschaft, die sich von ihren KünstlerInnen möglichst skurrile Lebensszenen erhofft, widmete sie gleich vier mythengespickte Autobiographien (1) – inzwischen füllt ihr illustres Leben ein Hörspiel und einen 160-seitigen Roman (2). Mit ihren nonkonformistischen Fotografien verzückte sie eine ganze Schar avantgardebegeisterter KunstwissenschaftlerInnen: Nach Ansicht des Fotohistorikers Herbert Molderings begründete Krull 1928 mit ihrem Portfolio »Métal« nicht weniger als die fotografische Moderne in Frankreich. Kurzzeitig kämpfte sie als Sozialistin und Anarchistin, lebte in Europa, in Afrika und Asien und unterfütterte damit das gern gehätschelte Klischee einer internationalistischen, linkspolitischen Moderne. Engstirnige Konventionen und Grenzen, insbesondere die der dualen Geschlechterordnung, waren ihr ein Gräuel. Mit Wonne betonte sie, schon als Mädchen in Jungenkleidung durch die Welt gestapft zu sein. Mindestens dreimal wechselte sie das politische Lager. Als Grenzgängerin zwischen den Kulturen aber versagte sie kläglich: Nicht anders als Pablo Picasso oder Henri Matisse taxierte sie die außereuropäische Welt zeitlebens mit abschätzigem Kolonialherrinnen-Blick. Das französische Multitalent Jean Cocteau war von Krulls fotografischer Begabung merklich angetan. Sie sei wie ein »Spiegel, der das Bild der Welt verwandelt«, schreibt er 1930. Dabei war Krull nur durch Zufall Fotografin geworden: Als sie mit 18 Jahren schwanger wird, zwingt ihre Mutter, eine bisweilen unterkühlte Münchner Pensionsbesitzerin, sie zur Abtreibung. Fortan fühlt sich Germaine Krull allein ihrer neun Jahre jüngeren Schwester Berthe verpflichtet. Ihren Vater, einen freigeistigen Bonvivant, von Beruf Ingenieur, hatte sie schon lange zuvor emotional abgeschrieben. 1912 verlässt er die Familie. Ein Jahr nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges will Krull nun ein eigenes Leben beginnen, an der Universität studieren. Doch sie hat kein Abitur, muss auf die Münchner Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie ausweichen. Es ist die erste Schule, die sie regelmäßig besucht. Während der unzähligen Umzüge ihrer Kindheit, nach Bosnien, Italien, Frankreich, in die Schweiz, unterrichtete sie einzig ihr Vater. Ein »starkes Vermächtnis an Freiheit« habe er ihr hinterlassen, »aber kein Wissen«, beklagt sie sich. »Ich las wie ein vierjähriges Kind«. Lebenslang schämt sich Krull für ihre Grammatikprobleme. Mit gerade einmal 21 Jahren eröffnet Krull ihr erstes Atelier in München-Schwabing, Hochburg linker wie rechter KünstlerInnen. Franziska zu Reventlow , Ricarda Huch , Rainer Maria Rilke, Thomas und Katia Mann wirkten hier. Handwerklich bleibt Krull zunächst dem sogenannten Piktorialismus verpflichtet. Als Nonplusultra zeitgenössischer Fotografie war er ihr während ihrer Ausbildung präsentiert worden. Verhieß er doch in einer Zeit, in der der Fotografie jedwede künstlerische Qualität abgesprochen wurde, ein dezentes Quäntchen Nobilitierung – über die Orientierung an der Malerei vergangener Tage. Und so erinnert Krulls Lichtführung bei manch frühem Portrait an Rembrandt-Bildnisse. Krulls Ehrgeiz ist groß. Unbedingt will sie in der Kunstszene eine führende Rolle einnehmen. Sie will »die Königin werden«, das Atelier zu »eine(r) Art Treffpunkt für ganz Schwabing« emporhieven. Doch schon 1919 muss sie es schließen. Aktiv wirkt sie bei der Novemberrevolution mit, wird verhaftet, des Landes verwiesen. Mit ihrem kurzzeitigen Lebensgefährten, dem ukrainischen Aktivisten Samuel Levit, geht sie 1921 nach Russland. Inzwischen Anarchistin, lehnt sie die großen Kommunistischen Parteien Europas als dogmatisch und autoritär ab, gerät unter Spionageverdacht. Sie wird als Konterrevolutionärin verhaftet, beinahe exekutiert. Im Januar 1922 verweist man sie, an Typhus erkrankt, des Landes. Frisch genesen und tatkräftig unters
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Wikidata facts
- Instance of
- human
- Gender
- female
- Citizenship
- West Germany
- Place of birth
- Poznań
- Place of death
- Wetzlar
- Spouse
- Joris Ivens
- Occupation
- film director
- Languages spoken
- French
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- Commons category
- Germaine Krull
- date of birth
- 1897-11-20
- date of death
- 1985-07-31
- name in native language
- Germaine Krull
- has works in the collection
- Berlinische Galerie
- unmarried partner
- Eli Lotar
- partner in business or sport
- Eli Lotar
- archives at
- Museum Folkwang
- P8168
- Tom-Jelte Slagter
Sources (8)
via Wikidata · CC0