Goldstickerei
Sign in to saveAlso known as goldwork embroidery, metalwork embroidery, gold embroidery
branch of applied art in which gold and silver is embroidered with thread, fine wire, and silk
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- Instance of
- process
- Country
- Malta
- Image
- AD 2015 - St. Georges' - Antwerp - detail kazuifel met goudborduurwerk.jpg
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- Commons category
- Metalwork embroidery
- described by source
- Encyclopædia Britannica 11th edition
- described at URL
- ichmalta.gov.mt/mt/national-inventory-mt/gold-embroidery
Sources (3)
via Wikidata · CC0
Article · Deutsch
Als Goldstickerei wird eine Stickform bezeichnet, mit der durch Sticken mit Goldfäden Ornamente auf einem textilen Träger aufgebracht werden. Sie wird hauptsächlich bei der Herstellung von Posamenten und für Paramente liturgischer Gewänder verwendet. Die Goldstickerei bildet neben der die kostbarste Stickform. Sie ist zudem die neben der die künstlerisch und technisch anspruchsvollste, da sie hohe Ansprüche an das Geschick und die Ausbildung der Sticker stellt. Die Goldstickerei wird in vier verschiedene Grundtechniken unterteilt: * die Anlegearbeit oder Aufheftarbeit, * die mit Goldbouillon ausgeführte Kantillenstickerei, * die Sprengarbeit und * die Stecharbeit. Bei der Anlegearbeit werden Gespinstfäden und Schnüre, häufig zur Umrandung eines flächenfüllenden Musters, einzeln oder exakt nebeneinander gelegt mit Überfangstichen überstochen und gefestigt. Die Enden der Schnüre werden durch den Stickgrund gezogen. Bei der Kantillenstickerei wird die Kantille auf den Arbeitsfaden aufgefädelt und dem Untergrund aufgenäht, häufig über einer Einlage, so dass ein Relief entsteht. Dabei kommt die Kantille nur auf der Oberseite zu liegen, der Aufnähfaden passiert auch die Rückseite. Bei der Sprengarbeit wird ein Gold- oder Silberfaden über einer Unterlage hin- und hergeführt, der an der Kante der Unterlage durch einen an der Rückseite hin- und herlaufenden Faden festgeheftet wird. Sprengarbeit wird vor allem für die Stickereien bei Galauniformen (z. B. des diplomatischen Dienstes und hohen Offizieren der Armee) und bei aufwändigen Trachtenteilen verwendet. Bei der Stecharbeit schließlich verläuft der Goldfaden sowohl auf der Ober- als auch an der Unterseite des Trägers, so dass das Muster beidseitig erscheint. Häufig wird die Goldstickerei zusätzlich mit Pailletten, Edelsteinen, Perlen, Glasperlen oder Metallfolien verziert. Eine weitere Technik der Goldstickerei ist Or Nué (schattiertes Gold). Bei dieser Stickform wird der Goldfaden mit einem Seidenfaden auf dem Trägermaterial angebracht. Der Unterschied in dem Abstand zwischen den Seidenfäden sorgt dafür, dass der Goldfaden mehr oder weniger bedeckt wird. Dies führt dazu, dass ein Licht-und-Schatten-Spiel zwischen Farbe und Gold entsteht.
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA