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Guido Seeber

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German cinematographer (1879-1940)

Person · Open Library

Born
1879
Died
1940
Works
4

Top works

  • Der Trickfilm in seinem grundsätzlichen Möglichkeiten
  • Der Filmpionier Guido Seeber
  • Der Trickfilm in seinem grundsätlichen Möglichkeiten
  • Kamera-Kurzweil

via Open Library + Wikidata

Music · MusicBrainz

Type
Person
Gender
Female
Origin
Austria
Active from
1923-07-06
Active to
2008-04-25

via MusicBrainz · CC0

Described at

Microsoft Word - 160401-Guido Seeber

filmmuseum-potsdam.de

„ Lasst uns endlich ins Grüne gehen ...!“ Guido Seeber, der Gründervater der Potsdamer Filmstadt An einem kalten Novembertag des Jahres 1911 rumpelten Lastkraftwagen der Charlottenburger Baufirma C.H. Ulrich auf ein südlich von Potsdam gelegenes wüstes Freigelände, auf dem sich das verlassene Gebäude einer ehemaligen Kunstblumenfabrik befand. In aller Eile wurde ein Glashaus montiert und das verlassene Fabrikgebäude für die Zwecke der Kinofilmherstellung eingerichtet. Der Initiator und Leiter dieser Aktivitäten war Guido Seeber, der Technische Leiter und Chefkameramann der Deutschen Bioscop GmbH Berlin. Guido Seeber, geb. 22.06.1879 - gest. 02.02.1940 Um die Jahrhundertwende fand die „Filmproduktion“ noch unter kleinhandwerklichen Bedingungen statt. So nutzte die 1899 gegründete Deutsche Bioscop GmbH in Berlins Zentrum zwei ehemalige Fotoateliers, wo mit der Handkurbelkamera kurze Spielszenen aufgenommen wurden. Die Ateliers befanden sich auf den Dächern von Wohnhäusern und waren zwecks Nutzung des Sonnenlichtes voll verglast. In den Aufnahmeräumen war es eng und heiß. Hinzu kam, dass der damals verwendete Nitrofilm hochbrennbar war, und die Bioscop-Filmleute ständig Ärger mit den strengen Auflagen der Berliner Feuerpolizei hatten. In Anbetracht solcher Schwierigkeiten soll Guido Seeber eines Tages entnervt ausgerufen haben: „Lasst uns endlich ins Grüne gehen, ... das hält hier doch kein Schwein mehr aus ...!“ Dokumentarisch belegt ist, dass er 1911 von seiner Geschäftsführung den Auftrag erhielt, ein ausbaufähiges Freigelände in der Berliner Umnähe zu suchen. Seeber suchte anfangs in den Berliner Randbezirken erfolglos nach einer ausreichend großen Fläche. Der eigentliche „Entdecker“ der späteren Neubabelsberger Filmstadt war aber der Vater von Martha Thomas, die Guido Seeber später heiratete. Der zukünftige Schwiegervater machte Seeber anlässlich eines Besuches in der Nowaweser Mittelstraße 16 (heute Wichgrafstraße 16) auf das verlassene Fabrikgelände am Rande von Neubabelsberg aufmerksam. In diesem Haus in Babelsberg, Wichgrafstraße 16, wurde 1911 das Neubabelsberger Filmgelände „entdeckt“. Trotz Warnungen vor dem desolaten Zustand der Industriebrache, erkannte Seeber zielsicher dessen gute Eignung für die Zwecke der Filmherstellung. „ ... ein wüstes Gelände mit einem unbenutzten Kunstblumen-Fabrikgelände ... Erstens bot die Staatsbahn eine dreifache und schnelle Verbindung. Weit ringsherum waren keine Wohnhäuser zu finden, so dass selbst bei einem Brande die Umgebung nicht gefährdet werden konnte. Die Lage des Grundstückes, von dem ein Giebel direkt nach Süden zeigte, ließ die Errichtung eines Glashauses als Verlängerung des Gebäudes ratsam erscheinen, denn es würde von früh bis spät immer unter Sonne, d.h. dem günstigsten Filmlicht stehen ...“ So gingen hier am 12. Februar 1912 erstmalig die Jupiter-Lampen an, um Aufnahmen für den Stummfilm „Totentanz“ mit dem großen Filmstar des deutschen Kinos, Asta Nielsen, zu drehen. Wir sind heute geneigt, die Entscheidung Seebers, die Filmproduktion vor die Tore der Großstadt zu verlegen, als selbstverständliche und folgerichtige Aktion zu sehen. –Dem ist aber nicht so! Es war damals ein großes Wagnis und ein Novum, „so weit weg von der Stadt“ ein Filmstudio einrichten zu wollen. Produzenten, Schauspieler und Personal, und auch die Deutsche Bioscop selbst, besaßen noch kein Auto. -Man musste also mit den nahe am Studiogelände liegenden Bahnhöfen rechnen! Anmerkung: Die damalige Fahrzeit von Berlin-Friedrichstraße bis „Bahnhof Neubabelsberg“ (heute „Bahnhof Griebnitzsee“) betrug etwa 45 Minuten. Aus Angst vor einem Misslingen des Vorhabens kaufte man das Gelände vorerst nicht, sondern mietete es nur an. Der Glashaus-Anbau wurde nicht kostengünstig zusammengeschweißt, sondern verschraubt, ... um es notfalls schnell wieder abbauen zu können. Entgegen allen Bedenken entwickelte sich die Angelegenheit aber sehr positiv! Man merkte schon bald, wie vorteilhaft es war, dass si

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