Article · Deutsch
Ich-Botschaft ist eine in kommunikationspsychologischen Theorien oft verwendete Bezeichnung. Dabei handelt es sich um eine persönliche Äußerung im Sinne einer „Selbstoffenbarung“, welche die eigene Meinung zu Sachverhalten und die Gefühle, aber auch die Sichtweise der Art der Beziehung des Sprechers bzw. Schreibers zu seinem/seinen Kommunikationspartner(n) mitteilt. Sprecher bzw. Schreiber senden aber nicht nur von ihnen beabsichtigte Botschaften, sondern auch solche, die der Hörer bzw. Leser aufnimmt, ohne dass diese Wirkung vom „Sender“ der Botschaft beabsichtigt ist. Auch der Tonfall des Gesagten, die Mimik und Gestik (die Körpersprache des „Senders“) vermitteln Ich-Botschaften. Der Begriff (englischsprachig: „I-Message“) stammt ursprünglich von dem US-amerikanischen Psychologen Thomas Gordon. Er verstand unter Ich-Botschaften authentische und bewertungsfreie Selbstoffenbarungen. Ich-Botschaften und Aktives Zuhören sind wichtige Bestandteile im Gordon-Modell. Friedemann Schulz von Thun weist Ich-Botschaften in seinem Vier-Seiten-Modell Bedeutung bei der „Selbstkundgabe“ zu und versteht darunter „Nachrichten mit persönlichem Selbstoffenbarungsanteil“.
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA