ionische Flüssigkeit
Sign in to saveAlso known as liquid electrolyte, IL, ionic melt, ionic fluid, fused salt, liquid salt, ionic glass, Ionic Liquids
Salze, deren Schmelztemperatur weniger als 100 °C beträgt
Research
34,779 papers- Ionic liquid-based formulation approaches for enhanced transmucosal drug delivery.Drug discovery today · 2024
- Choline geranate (CAGE): A multifaceted ionic liquid for drug delivery.Journal of controlled release : official journal of the Controlled Release Society · 2024
- Recent applications of ionic liquid-based tags in glycoscience.Carbohydrate research · 2022
- Silica-Based Supported Ionic Liquid-like Phases as Heterogeneous Catalysts.Molecules (Basel, Switzerland) · 2022
- Ionic Liquid-Liquid Chromatography: A New General Purpose Separation Methodology.Topics in current chemistry (Cham) · 2017
via PubMed
Article · Deutsch
Ionische Flüssigkeiten (englisch Ionic Liquids (IL), auch Room Temperature Ionic Liquids (RTIL)) sind Salze, deren Schmelztemperatur weniger als 100 °C beträgt. Wie alle Salze bestehen sie aus Anionen und Kationen. Durch deren Variation können die physikalisch-chemischen Eigenschaften einer ionischen Flüssigkeit in weiten Grenzen variiert und auf technische Anforderungen hin optimiert werden. Ionische Flüssigkeiten werden vor allem als Lösungsmittel verwendet und auf Grund ihrer strukturellen Vielfalt auch als designer solvents bezeichnet. So können sie zum Lösen von Cellulose und in elektrochemischen Prozessen eingesetzt werden. Auf Grund ihres geringen Dampfdrucks werden sie auch als grüne Lösungsmittel bezeichnet, dem entgegen steht jedoch ihr Bioakkumulationspotential sowie ihre Toxizität. Aktuelle Forschung beschäftigt sich mit der Synthese von biokompatiblen ionischen Flüssigkeiten. Ionische Flüssigkeiten besitzen einen für Salze untypischen niedrigen Schmelzpunkt. Dieser kann durch den sterischen Anspruch, also die räumlich Ausdehnung der Ionen und durch Ladungsdelokalisierung in Anion und Kation erklärt werden. Bereits geringe thermische Energie genügt daher, um die Gitterenergie zu überwinden und die feste Kristallstruktur aufzubrechen. Typische Kationen sind Imidazolium oder Pyridinium, Ammonium und Phosphonium. Als Anionen kommen Halogenide und schwach koordinierende Ionen, wie Tetrafluoroborate oder Hexafluorophosphate, aber auch Trifluoracetate, Triflate und Tosylate in Frage.
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