Listeners · Last.fm
- Listeners
- 32
- Total plays
- 112
<a href="https://www.last.fm/music/Laetitia+Dosch">Read more on Last.fm</a>
Recent publications · Crossref
5 total works indexed
- Endovascular Therapy for Ischemic Stroke with Perfusion-Imaging Selection
· 2015 · cited 5,132x
- Global, regional, and national life expectancy, all-cause mortality, and cause-specific mortality for 249 causes of death, 1980–2015: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2015
· 2016 · cited 5,083x
- Global, regional, and national incidence, prevalence, and years lived with disability for 301 acute and chronic diseases and injuries in 188 countries, 1990–2013: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2013
· 2015 · cited 4,999x
- The consensus molecular subtypes of colorectal cancer
· 2015 · cited 4,547x
- The Somatic Genomic Landscape of Glioblastoma
· 2013 · cited 4,495x
via Crossref · CC0
Described at

«Hier habe ich meiner ganzen Hysterie freien Lauf lassen können»
Laetitia Dosch steht am liebsten allein auf der Bühne – und dominiert jetzt den Film «Jeune femme», in dem sie gleich mehrere Figuren verkörpert.
tagesanzeiger.ch →Sie haben kein aktives Abo Unterstützen Sie Qualitätsjournalismus und erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte. Abo abschliessen Laetitia Dosch steht am liebsten allein auf der Bühne – und dominiert jetzt den Film «Jeune femme», in dem sie gleich mehrere Figuren verkörpert. Total geerdet und total abgehoben: Schauspielerin Laetitia Dosch, 37. Foto: Franck Ferville/Agence Vu/Laif «Bonjour, ich heisse Laetitia Dosch», sagt sie auf Französisch und streckt die Hand aus. Dosch, Dosch, Dosch? «Ja, mein Urgrossvater stammt aus einem Dorf in Graubünden. Es ist wunderschön, alle heissen Dosch dort. Aber seit zwei Jahren existiert es nicht mehr, weil es von einer grösseren Gemeinde verschluckt wurde. Ich sage trotzdem immer noch Tinizong. Waren Sie schon einmal dort?» Sanft sprudelnd spricht die gebürtige Pariserin auf einen ein, als ob man sich schon lange kennen würde. Dabei ist sie noch nicht gross bekannt, auch auf der Leinwand nicht, wo sie eher kleinere Auftritte hatte bisher. Jetzt aber ist sie in einer Hauptrolle in «Jeune femme» zu sehen, in dem sie so viele Facetten von sich zeigt, dass es Leute gab, die nicht glauben wollten, dass diese Figur von einer einzigen Person gespielt wurde. «Laetitia ist eben frei, wagt viele Dinge. Die ideale Darstellerin für mich», sagt Regisseurin Léonor Serraille, die für ihren Filmerstling die Caméra d'or in Cannes gewann, den prestigeträchtigen Preis für den besten Erstlingsfilm. Viele Rollen in einer. «Aber ja, das ist normal», sagt Laetitia Dosch selber. Denn das ist sozusagen ihr Markenzeichen. Die Französin, die auch einen Schweizer Pass besitzt, hat nämlich eine Paraderolle im Theater, in der sie alleine auf der Bühne steht und verschiedenste Personen verkörpert. Mit selbst konzipierten Geschichten tourt sie durch frankofone Gebiete, alleine, mit all ihren Figuren. «Ein wenig verrückt, aber ich mag das», sagt sie selber dazu. «Verrückt» ist in ihrem Fall tatsächlich ein Kompliment. Denn Laetitia Dosch lässt sich wirklich nicht festlegen auf einen Stil, auf eine Erscheinung. Zu Beginn von «Jeune femme» hämmert sie gegen eine Tür, ihr Ex wohnt offenbar dort, sie begehrt Einlass, landet aber in der Notfallaufnahme, wo ein Arzt sie untersucht. Wird sie gleich eingeliefert? Wird das so ein Sozial-Psychiatriedrama? Nein, überhaupt nicht. Denn Paula, wie Dosch im Film heisst, kann auch ganz anders. Und sobald man sie zu fassen versucht, überrascht sie einen wieder. «Meine Figur lässt eben wirklich alles ungefiltert raus, von Banalitäten wie ‹oh, es regnet› bis zu ihren intimsten Gefühlen», sagt Laetitia Dosch. Normalerweise erhalte man, besonders als Frau vom Theater, gerne die Regieanweisung, sich ein wenig zurückzunehmen: «Hier aber habe ich meiner ganzen Hysterie freien Lauf lassen können.» Das wird tatsächlich manchmal ganz schön laut. Aber keine Angst, leise Töne gibt es auch. Zum Beispiel mit der Katze, die sie dem Ex klaut. «Dieses Tier war der wahre Star der Dreharbeiten, es hatte schon Auftritte in zahlreichen Kalendern und Gay-Magazinen. An ihm konnte ich mich messen», erzählt die «jeune femme» mit einem Schmunzeln. Laetitia Dosch ist, für Schauspielerinnenverhältnisse, so jung nicht mehr, dieses Jahr wird sie 38 Jahre alt. Und von ihrem Beruf träumte sie nicht bereits als kleines Mädchen. Im Gegenteil. «Ich war mal mit einem Mec zusammen, der in Filmen spielte», erzählt sie offen, «ich reiste mit ihm zu den Drehorten, und beim ewigen Warten auf ihn sagte ich mir, das kann ich auch.» Er habe sie zuerst unterstützt, ihr geholfen, in Kurse reinzukommen. «Aber als ich dann kleine Erfolge hatte, sagte er mir, zwei Schauspieler in einer Beziehung seien einer zu viel. Und liess mich sitzen.» Zum Glück, ist man fast gewillt zu sagen. In «Jeune femme» spielt sie den Schmerz des Verlassenseins mit aller Wucht. Aber damit ist eben der Film noch lange nicht zu Ende. Diese Frau kann einen immer wieder überraschen. Wie sie mit besagter Katze umspringt, mit den Männern. Aber auch mit ihrer ei
Excerpt from a page describing this subject · 10,679 chars · not written by Vinony