Skip to content
EntityQ1639737· pop 7· linked from 1 articles

Typ eines Intervalls

Wikidata facts

Subclass of
microtone

via Wikidata · CC0

Article · Deutsch

Das Limma oder Leimma (altgriechisch λεῖμμα ‚Überrest‘) bezeichnet in der Musik bei Euklid (um 300 v. Chr.) den pythagoreischen Halbton. Bei der Teilung des Kanons von Euklid findet man folgende Definitionen mit den „Proportionen“ (= Seitenverhältnissen, entspricht unseren heutigen Frequenzverhältnissen): * Oktave: * Quinte: * Quarte = Oktave − Quinte: * Ganzton=Quinte − Quarte: * Ditonos = 2 Ganztöne: * Limma = Quarte − Ditonos: (Limma Cent). Das Limma ist der diatonische Halbton der pythagoreischen Stimmung. Euklid hatte dieses Zahlenverhältnis aus älteren Quellen übernommen, denn es findet sich bereits in Platos oft zitierten Spätwerk Timaios. Wobei dem kaum bekannten 6. Fragment des Philolaos zu entnehmen ist, dass die Vorstellung eines Überbleibsels (Limma) bei dem ditonisch-diatonischen Tetrachord bereits vor Plato existierte. Zur Ergänzung sei noch genannt die * Apotome = Ganzton − Limma : , der chromatische pythagoreische Halbton (Apotome Cent). Die Apotome ( 113,7 Cent) ist um ein pythagoreisches Komma ( 23,5 Cent) größer als das Limma ( 90,2 Cent).

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA

Available in 7 languages

via Wikidata sitelinks · CC0