Marginalisierung
Sign in to saveAlso known as marginalization
Soziales Phänomen, das durch den Ausschluss sozialer Gruppen aus dem wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben gekennzeichnet ist
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- social phenomenon
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- social issue
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- social exclusion
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Article · Deutsch
Marginalisierung (von lateinisch margo „Rand“: Abschiebung ins Abseits) ist ein sozialer Vorgang, bei dem Bevölkerungsgruppen an den „Rand der Gesellschaft“ gedrängt werden und dadurch nur wenig am wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben teilnehmen können. Im extremen Fall endet Marginalisierung für die Betroffenen in Krankheit oder sogar Hungertod. Marginalisierung ist eine Form der Akkulturation und hängt häufig mit der Aufgabe der kulturellen oder ethnischen Identität zusammen. Die Existenz in den Randbereichen einer sozialen Gruppe, Schicht oder Klasse wird auch als Marginalität bezeichnet („Randexistenz“). Ein klassisches Beispiel sind die Elendsviertel (Slums) von Städten in Entwicklungsländern, beispielsweise im indischen Mumbai oder im peruanischen Lima. Die amerikanische Politikwissenschaftlerin Iris Marion Young bestimmte 2002 die Marginalisierung als einen von fünf Faktoren, die zusammen „soziale Unterdrückung“ kennzeichnen, neben Ungerechtigkeit, Gewalt, Kulturimperialismus und Machtlosigkeit.
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