Skip to content
EntityQ969096· pop 8· linked from 18 articles

Marie Simon

Sign in to save

German-Sorbian nurse (1824–1877)

Person · Open Library

Works
7

Top works

  • Der wissenschaftliche Streit über die Berechtigung der Heimarbeit
  • Die Krankenpflege
  • Relation d'une ḿepidéemie de dysenterie observée à Rennes, pendant l'été et l'automne de 1852
  • Meine Erfahrungen auf dem Gebiete der freiwilligen Krankenpflege im Deutsch-Französischen Kriege 1870-71
  • Les pieds nus

via Open Library + Wikidata

Music · MusicBrainz

Type
Person
Gender
Male
Origin
Germany
Active from
1972-03-16
german audiobook reader

Discography

via MusicBrainz · CC0

Described at

Deutsche Biographie - Simon, Marie

Deutsche Biographie

deutsche-biographie.de

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden. S. wuchs in der Schankwirtschaft ihres Großvaters auf und besuchte die Schule in Gnaschwitz (Oberlausitz). Erst hier erlernte sie die dt. Sprache, da in der Familie und in Doberschau nur sorbisch gesprochen wurde. S. verwaiste im Alter von elf Jahren und verbrachte ihre Jugendzeit überwiegend im benachbarten österr. Gebiet. Nach ihrer zweiten Heirat arbeitete sie im Spitzen- und Weißwarengeschäft ihres Mannes am Altmarkt in Dresden mit. Im preuß.-österr. Krieg begab sich S. im Juli 1866 auf die Schlachtfelder von Hořinowes und Maslowed (Máslojedy), wo sie rund 900 Verwundete völlig unversorgt vorfand. Wenige Tage später reiste sie als Vertreterin des in Dresden ansässigen „Internationalen Vereins“ mit einem großen Vorrat an Material für die Versorgung verwundeter und erkrankter Soldaten erneut nach Böhmen. 1867 berief Kronprn. Carola von Sachsen (1833–1907) S. in das Direktorium des gerade gegründeten „Albertvereins“, eines vaterländischen Frauenvereins, in dem ihr die Aufsicht über die Ausbildung der Krankenpflegerinnen und die Leitung der Armenkrankenpflege übertragen wurde. Während des dt.-franz. Krieges 1870/71 war sie im Auftrag des „Albertvereins“ als Krankenschwester und Lazarettköchin tätig. Ihr Buch „Erfahrungen auf dem Gebiete der Freiwilligen Krankenpflege im Dt.-Franz. Kriege 1870–1871“ (1872) enthält pflegehistorisch aufschlußreiche Mitteilungen und besitzt auch militärhistorischen Quellenwert. Im selben Jahr gründete sie in der Loschwitzer Flur bei Dresden die „Heilstätte für dt. Invaliden“ zur Nachbehandlung von Kriegsbeschädigten, der eine Ausbildungseinrichtung für Krankenpflegerinnen angeschlossen war. Als eine der ersten Frauen stand S. Tausenden von Soldaten in zwei verheerenden Kriegen mutig bei. Als Leiterin einer Heilstätte, die sie aus eigenen Mitteln und mit Spenden finanzierte, setzte sie sich für Kriegsbeschädigte ein. Die Anstalt existierte bis 1912, wurde im 1. Weltkrieg als Lazarett genutzt, und danach zu einer bis heute bestehenden Wohnanlage umgebaut. Gr. Goldene Medaille d. Kongresses d. Genfer Konvention; österr. Franz-Joseph-Orden; sächs. Sidonienorden (1871); preuß. Verdienstkreuz f. Frauen u. Jungfrauen (1871); württ. Olga-Orden; M.-S.Str. in Dresden (1907). Wittneben, Karin, "Simon, Marie (Maria) Salome, geborene Jannasch (sorbisch Marja Simonowa, geborene Janašec)" in: Neue Deutsche Biographie 24 (2010), S. 440 [Online-Version]; URL:

Excerpt from a page describing this subject · 12,577 chars · not written by Vinony

Available in 7 languages

via Wikidata sitelinks · CC0