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italienischer Wirtschaftswissenschaftler und Politiker, ehem. EZB-Präsident
Mario Draghi is an Italian economist and banker who previously served as prime minister of Italy and has held major positions in banking and academia. He matters because of his significant influence on European economic policy and Italy's government during important periods in recent history.
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Mario Draghi [ˈmaːrjo ˈdraːɡi] (* 3. September 1947 in Rom) ist ein italienischer Wirtschaftswissenschaftler und Zentralbanker, der vom 13. Februar 2021 bis zum 22. Oktober 2022 italienischer Ministerpräsident war. Zwischen 2011 und 2019 war er Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Davor war Draghi von 2005 bis 2011 Gouverneur der Banca d’Italia. Nach einer Karriere als akademischer Ökonom in Italien arbeitete Draghi in den achtziger Jahren für die Weltbank in Washington, D.C. und kehrte 1991 nach Rom zurück, um Generaldirektor des italienischen Finanzministeriums zu werden. Nach einem Jahrzehnt verließ er diese Position, um zu Goldman Sachs zu wechseln, wo er bis zu seiner Ernennung zum Gouverneur der Banca d’Italia im Jahr 2006 blieb. Seine Amtszeit als Gouverneur fiel mit der Großen Rezession zusammen. Er war außerdem der erste Vorsitzende des Financial Stability Board. Draghi verließ beide Rollen 2011 nach seiner Ernennung zum Präsidenten der Europäischen Zentralbank durch die Europäische Kommission. Er leitete die Institution während der Eurokrise und wurde in ganz Europa berühmt, als er 2012 in einer Rede in London ankündigte, alles zu tun, um das Scheitern des Euro zu verhindern („Whatever it takes“). Im Jahr 2014 wurde Draghi von Forbes als „achtmächtigste Person der Welt“ gelistet. 2015 stufte ihn Fortune als „zweitgrößten politischen Führer der Welt“ ein. Im Mai 2019 bezeichnete Paul Krugman ihn als „größten Zentralbanker der Neuzeit“. Darüber hinaus gilt er dank seiner Geldpolitik während der Eurokrise weithin als der „Retter des Euro“. Am 3. Februar 2021, während der COVID-19-Pandemie, wurde Draghi vom italienischen Präsidenten Sergio Mattarella nach dem Rücktritt von Giuseppe Conte aufgrund einer Regierungskrise zur Bildung einer neuen Regierung eingeladen. Eine Allparteienregierung (Kabinett Draghi) unter Draghis Führung wurde am 13. Februar 2021 vereidigt. Draghi wurde während seiner Zeit als Premierminister in Meinungsumfragen in Italien hoch bewertet – The Economist ernannte Italien 2021 zum „Land des Jahres“ und hob Draghis politische Führung als zentral für die Auszeichnung hervor. Im Juli 2022 kündigte Draghi seinen Rücktritt an, was als Folge des Bruches der Regierungskoalition zu sehen ist. Präsident Sergio Mattarella löste als Reaktion das italienische Parlament auf und ordnete Neuwahlen für September 2022 an. Draghis Nachfolge trat Giorgia Meloni am 22. Oktober 2022 an.
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