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Metrum

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Also known as metre

Organisation von Schallimpulsen in einem regelmäßigen Betonungsmuster

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meter
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Article · Deutsch

Der hier abzuhandelnde Begriff ist Das Metrum in der Musik. Die (europäische) Musik (Tonkunst, Tondichtung; gr. ή μουσική [τέχνη], musiké [téchne], auch τά μουσικά, |musiká: „Musenkunst, Kunst und Wissenschaft, Geistesbildung, Weisheit; Lied, Gesang, Musik; Tanzkunst, Dichtkunst, Poesie“;) ist, wie die Sprache, mit der sie ursprünglich eins war, ein künstlerischer Organismus, kein künstlicher Mechanismus, ihre Wissenschaft eine menschliche Institution, keine normative Lehre. Der musikalische Stoff – Ton, Klang, Rhythmus – affiziert unmittelbar die Sinnesorgane; die musikalischen Strukturen – Melodie, Polyphonie, Harmonie – bilden den emotionalen Gehalt, die musikalischen Formen und Gestalten – Figur, Motiv, Phrase, Thema, Satz usw. – den geistigen Gehalt. Im Gegensatz zur Sprache wird Musik spontan verstanden, und nach William Shakespeare sind ihre formalen Aussagen (Informationen) immer wahr, ihr Gefühlsausdruck immer echt. Unter Metrum (gr. μέτρον, |métron: „Maß, Maßstab, pl. Maß und Gewicht; rechtes Maß, Richtschnur; Silben- und Versmaß“; lat. von metiri: „ab-, aus-, vermessen; zumessen, zuteilen; ermessen, beurteilen“; „Versmaß, kleinste rhythmische Verseinheit; in der Musik Zeitmaß, Taktart, Entlehnung im 19. Jh. von lat. metrum, Vers- und Silbenmaß“) sind die auf dem (ideellen) Tongewicht beruhenden und vom Taktsystem geordneten Betonungsverhältnisse (metrische Akzentuation) zu verstehen, in der Melodie in Motiv und Phrase, die ihr formales Gliederungsgefüge bilden, in der Harmonie im Akkord, der damit zum Farbklang wird. Das Tongewicht (schwer – leicht) ist, im Gegensatz zur instrumentalen Tonfarbe, zur Tonhöhe (hoch – tief), Tondauer (lang – kurz) und Tonstärke (laut – leise), keine genuine Toneigenschaft, sondern entsteht erst in dem kompositorischen und interpretatorischen Formungsprozess als eine interaktive, wertende, eben metrische Beziehung der Töne zueinander. Die erste musikalische Form ist das Intervall (melodischer Tonschritt oder harmonischer Zweiklang; lat. intervallum, „Zwischenraum, Entfernung, Abstand“); die erste künstlerische Form ist das metrisch definierte Intervall, das in zwei kontrastierenden Varianten (Metren) vorkommt, je nachdem welcher der beiden Töne als der ‚gewichtigere’ hervorgehoben wird. Damit wird das durch seine tonale Spannung bereits charakterisierte Intervall (Prim, Sekunde, Terz usw.) zur kleinsten Bedeutungs- bzw. Sinneinheit, die bereits eine Motivsilbe sein kann. Der Takt dient der Notation des (abstrakten) Metrums. Er ist gekennzeichnet durch (1) seinen gleichmäßigen zeitlichen Grundschlag (Puls, Beat), der oft schon als ‚Takt’ bezeichnet wird; (2) seinen inhaltlichen Umfang in Notenwerten (z. B. Zwei-Viertel-, drei-Achtel-Takt); (3) den Taktstrich, der die erste Taktzeit, die Eins, als schweren, zu betonenden Taktteil und damit die übrigen als leichte bezeichnet. In einem Musikstück ist der Takt ein zugrunde liegendes Betonungsschema (ein mit der Schwere einsetzendes Metron), das sehr häufig einem Wechsel unterliegt, weil das reale, klingende Metrum nicht an den Takt, sondern an das Motiv gebunden ist.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA

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