municipality in Sankt Pölten District, Lower Austria, Austria
Informationen zum Ort Michelbach an der Bilz mit Karte in LEO-BW-Landeskunde entdecken online
leo-bw.de →Das 17,69 qkm große Gemeindegebiet von Michelbach an der Bilz im Westen des Landkreises Schwäbisch Hall liegt am Übergang zweier Naturräume. Die nordwestliche Hälfte gehört zur Gäuplatte der Hohenloher-Haller Ebene, die südwestliche Hälfte zu den für ihre ausgedehnten, geschlossenen Sandsteinschichten charakteristischen Schwäbisch-Fränkischen Waldbergen. Das Gelände erhebt sich an der Nordostgrenze am Einkorn auf eine Höhe von etwa 508 m NN, die tiefste Stelle ist am Austritt des Kochers aus dem Gemeindegebiet im Nordwesten bei ungefähr 291 m NN. Michelbach hat gemeinsam mit Schwäbisch Hall und Rosengarten Anteil an dem 221 ha großen, 1996 ausgewiesenen Naturschutzgebiet Kochertal zwischen Westheim und Steinbach einschließlich Klingenbach sowie Geiß- und Eselsklinge. Von 1609 bis 1619 errichteten die Schenken von Limpurg in Michelbach das ursprünglich als Witwensitz vorgesehene Renaissanceschloss. 1744 gingen sämtliche limpurgischen Rechte an die Grafen von Löwenstein-Wertheim-Virneburg, die bis zum Übergang an Württemberg 1806 alle landesherrlichen Rechte ausübten. Seit 1809 zunächst Bestandteil des Oberamts bzw. Landkreises Gaildorf, gehört Michelbach an der Bilz, das die kommunale Gebietsreform zu Beginn der 1970er Jahre unverändert überstand, seit Jahresbeginn 1973 zum Landkreis Schwäbisch Hall. 1955 wurden im Chor der evangelischen Martinskirche teilweise erhaltene Wandmalereien mit Darstellungen der Hl. Dreifaltigkeit und der Evangelistensymbole freigelegt. Michelbach an der Bilz ist flächenmäßig die kleinste Gemeinde des Landkreises Schwäbisch Hall und eine der wenigen, die bei der Gemeindereform Anfang der 1970er Jahre nicht verändert wurde. Das Gemeindegebiet grenzt im Norden an die Stadt Schwäbisch Hall und reicht vom tief eingeschnittenen Kochertal im Westen bis auf die Höhen der Limpurger Berge hinauf. Die 447 Meter hohe Bilz ist der Hausberg von Michelbach. Die Gemeinde gehört zum Verdichtungsbereich im ländlichen Raum. Die Wechselbeziehungen zum nahen Mittelzentrum Schwäbisch Hall sind vielfältig. So hat Michelbach neben Landwirtschaft und eigenen Gewerbebetrieben die Funktion einer Wohngemeinde (Auspendler nach Schwäbisch Hall). Die abwechslungsreiche Landschaft zieht andererseits Erholung Suchende aus der Stadt an. Bei Schwäbisch Hall greift die Muschelkalk/Unterkeuper-Gäufläche der Hohenloher Ebene weit nach Süden aus (Haller Bucht). Sie umfasst an ihrem östlichen Rand einen Großteil des Gemeindegebiets von Michelbach an der Bilz. Der Kocher selbst ist in einem engen, große Mäander bildenden Flusstal in den Oberen Muschelkalk eingeschnitten. Die Hangkante des bis zu 100 Meter eingeschnittenen Kochertals bildet der Unterkeuper. Weite Teile des Gemeindegebiets werden vom Gipskeuper eingenommen. Er bildet eine flachwellige Landschaft und den Anstieg zu den Limpurger Bergen im Osten und Südosten der Gemeinde. Prägnant sind die Gipskeuperhügel nördlich und südlich des Hauptorts Michelbach mit nacheiszeitlich entstandenen Erosionsrinnen. Der Schilfsandstein ist im Gebiet nur in geringer Mächtigkeit entwickelt. Über einem weiteren Anstieg in den Unteren Bunten Mergeln folgt das Dach der Limpurger Berge, das vom Kieselsandstein gebildet wird. In der Gemeinde Michelbach spielte der Gipsabbau früher eine große Rolle. Zwischen Gschlachtenbretzingen und Burgbretzingen befanden sich ausgedehnte Gipsbrüche, in denen seit 1890 Gips aus den Grundgipsschichten des Unteren Gipskeupers gewonnen wurde. Von den Steinbrüchen ist heute fast nichts mehr zu sehen, da sie, nachdem die Rohstoffe erschöpft waren, größtenteils verfüllt und rekultiviert wurden. Östlich von Gschlachtenbretzingen erinnert ein See, an dessen Steilufer noch Gesteine mit Gipslagen zu sehen sind, an den Gipsabbau. Weitere Gipsabbaustellen waren nordöstlich von Hirschfelden (heute Feuchtgebiet und Naturdenkmal) sowie für kurze Zeit am Westhang des Hagenhofs. Nordöstlich von Gschlachtenbretzingen befindet sich mit den Gipswerken Mack (jetzt VG Orth GmbH und Co. K
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