Skip to content
EntityQ679052· pop 28· linked from 56 articles

Nikolaikirche (Berlin)

Sign in to save

Also known as Nikolaikirche

church in Berlin, Germany

In the Vinony graph

Vinony's link graph records 56 inbound references to Nikolaikirche (Berlin), and connects out to Lutheranism, Berlin and World War II.

The entry is geolocated on the map in BE.

Vinony files it under 13th-century churches in Germany, Buildings and structures completed in 1243 and Buildings and structures in Berlin destroyed during World War II.

Vinony links it to 27 Wikipedia language editions.

Described at

Sankt Luther

stadtmuseum.de →

Liebe Besucherinnen und Besucher! Dieses Heft begleitet Sie auf Ihrem Weg zu vierzehn ausge- wählten Kunstwerken. Diese haben trotz unterschiedlicher Themen und künstlerischer Mittel vieles gemeinsam: Alle entstanden im ersten Reformationsjahrhundert, und mit nur einer Ausnahme stammen sie ursprünglich aus der Berliner Nikolaikirche. Bei allen handelt es sich um Grabkunstwerke von außerordentlicher Qualität, die von Kurfürstlichen Hof- künstlern geschaffen wurden. Mit Einführung der Reformation in Brandenburg 1539 wurde die Nikolaikirche evangelisch-lutherisch. Der reformatorische Wandel vollzog sich in den Berliner Kirchen gemäßigt und versöhnlich. Die mittelalterlichen liturgischen Ausstattungen wurden großenteils weitergenutzt und den neuen Bedürfnissen angepasst. Eine wichtige Veränderung der Nikolaikirche lag jedoch in der Umnutzung der Seitenkapellen zu Familiengrab- legen. Die vormals dort aufgestellten Nebenaltäre wichen Schritt für Schritt den neuen Grabkunstwerken. Diese verdeutlichen anschaulich den Wandel vom Andachts- bild zum lutherischen Lehrbild. Sie bringen das evangelische Bekenntnis ihrer Stifter zum Ausdruck und dienten deren Repräsentation in der Gemeinde. Kurfürstliche Beamte ver- orteten sich durch ihre von Hofkünstlern gestalteten Grab- legen in der Nikolaikirche demonstrativ als Bürger der Stadt. Wie in einem Wettstreit um Geltung und Pracht beauftragte auch die reiche stadtbürgerliche Elite Hofkünstler für die Grabmale ihrer Familien. Die Nikolaikirche wurde zu einem der wichtigsten Repräsentationsorte in der Stadt. Acht der vierzehn hier vorgestellten Bildwerke sind ständig im Museum Nikolaikirche ausgestellt. Eines davon stammt ursprünglich aus St. Marien in Frankfurt/Oder. Sechs weitere Bilder, die heute zur Berliner St. Marienkirche gehören, kehren für die Zeit vom 1. April – 10. September 2017 an den Ort ihrer Herkunft zurück. Nach Ende dieser Präsentation sind alle Kunstwerke wieder an beiden Standorten zu betrachten. 2 3 Vom 6.5. – 31.10.2017 sind in der Ausstellung „Bürger – Pfarrer – Professoren. St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg“ in Frankfurt/O. weitere Werke von Berliner Hofkünstlern zu sehen. Das früheste nachreformatorische Grabmal, das in der Nikolai- kirche erhalten ist, fertigte der Hofbildhauer Hans Schenck für den Kurfürstlichen Rat Thomas Matthias. Er und seine Frau sind oben rechts und links im Profil dargestellt. Matthias war einer der wichtigsten und vertrautesten Räte von Joachim II. Kurz nach seinem Eintritt in den Dienst des Kurfürsten beauf- tragte er dieses Grabdenkmal und ließ es noch zu Lebzeiten im Chorumgang anbringen. Durch die Wahl der Motive und die Gestaltung vollzieht er ein klares Bekenntnis zu Luthers Lehre von der Erlösung durch Gottes Wort und den Glauben an Christus. Die zentrale Bedeutung des Wortes meint dabei nicht nur Geschriebenes oder Gesprochenes, sondern vielmehr Christus selbst. Biblische Inschriften, überwiegend deutschsprachig, unter- teilen das Grabmal in mehrere Felder. Das Haupt des darge- stellten Leichnams ruht auf der Bibel. Die Inschrift darauf drückt Vertrauen aus: „Gottes Wort ist mein Frieden“. Der über dem Leichnam kniende Tod ist heute nur noch schwer zu erkennen. In der Mittelachse darüber ist die Dreieinigkeit dargestellt. Über dem Heiligen Geist in Gestalt der Taube thront Jesus im Himmel, darüber Gott, der auf ihn deutet: DAS IST MEIN LIBER SON DE[N] SO[LLT] IR HO[REN]. Ein Engel bringt Jesus die Seele eines Gläubigen. Zuversicht und Freude auf das Paradies drücken die Text- stellen daneben aus, die Elias und Paulus zugeordnet sind. Die beiden durchdringen als Propheten das Wort sozusagen selbst, indem sie wie durch Fensteröffnungen in den Schrift- bändern himmelwärts streben. Auch die Figuren der beiden Männer, die zusammen mit Jesus gekreuzigt wurden, verdeut- lichen die Hoffnung auf Erlösung durch Glauben: Der rechte ist stark gekrümmt und verzerrt dargestellt, während der Räuber links, der sich noc

Excerpt from a page describing this subject · 40,000 chars · not written by Vinony

Wikidata facts

Instance of
music venue
Named after
Saint Nicholas
Religion
Lutheranism
Located in
Bezirk Mitte
Time zone
UTC+02:00
Material used
brick
Location
Berlin-Mitte
Dedicated to
Saint Nicholas
Image
View Berlin TV Tower Jan2015 img4.jpg
Height
84.40
Show 14 more facts
Commons category
Nikolaikirche (Berlin)
architectural style
Brick Gothic
inception
1230-00-00
street address
Nikolaikirchplatz, Berlin
date of official opening
1995-00-00
dissolved, abolished or demolished date
1944-00-00
native label
Nikolaikirche
time of earliest written record
1292-00-00
Christian liturgical rite
Roman Rite
Sources (7)

via Wikidata · CC0

On the map

Connections

Categories