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Abodriten
Sign in to saveAlso known as Obodrites, Obotrite confederacy, Obotrite, Abodrites
mittelalterlicher elbslawischer Stammesverband
Key facts
- Former country.religion
- , the known major cults: Prove in Stargard, Wagria Podaga in Plön, Wagria Zhiva according to Helmold Svarozhich/Radegast according to Helmold folk polytheism of minor cults Chernobog according to Helmold Saxon paganism Chalcedonian Christianity
- Former country.common_languages
- Polabian, Old Saxon
- Former country.today
- Germany
- Former country.conventional_long_name
- Obotritic confederation
- Former country.common_name
- Obotrites
- Former country.status
- Independent confederation of Polabian Slavic tribes
- Former country.year_start
- 8th century
- Former country.event_start
- Formed
- Former country.year_end
- 1167
- Former country.event_end
- Accepted Saxon suzerainty
- Former country.p1
- Polabian Slavs
- Former country.p2
- Nordalbingia
- Former country.p3
- Billung March
- Former country.s1
- Holy Roman Empire
- Former country.s2
- Principality of Mecklenburg∟Principality of Mecklenburg
- Former country.s3
- Duchy of Saxony∟Duchy of Saxony
- Former country.s4
- Kingdom of Denmark (Middle Ages)Kingdom of Denmark
- Former country.image_flag
- 110px
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Wikidata facts
- Subclass of
- West Slavs
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- topic's main category
- Category:Obotrites
- Commons category
- Obotrites
- ancestral home
- Wagria
Sources (2)
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Article · Deutsch
Die Abodriten oder Obodriten (auch Abotriten, Obotriten oder Bodrizen) waren ein elbslawischer Stammesverband, der vom 8. bis zum 12. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg und des östlichen Holstein siedelte. Der Name leitet sich vom Stamm der Abodriten ab, der um Wismar und Schwerin ansässig war und innerhalb des Verbandes eine Führungsrolle einnahm. Ende des 7. Jahrhunderts wanderten Slawen in das Gebiet zwischen Elbe und Oder ein, aus denen sich im Nordwesten der abodritische Stammesverband bildete. Ihm gehörten zu unterschiedlichen Zeiten die Wagrier, Travnjanen, Polaben, Kessiner, Warnower, Zirzipanen, Smeldinger, Bethenzer und Linonen an. Trotz seiner exponierten geopolitischen Lage behauptete der Stammesverband der Abodriten seine politische, kulturelle und religiöse Eigenständigkeit gegenüber Franken, Sachsen und Dänen. Unter dem christlichen Fürstengeschlecht der Nakoniden erstreckte sich das Herrschaftsgebiet der Abodriten bis an Oder und Havel. Nach dem Tod des letzten Samtherrschers Knud Lavard begann das Abodritenreich Anfang des 12. Jahrhunderts zu zerfallen. Den westlichen Teil mit Wagrien und Polabien gliederte Heinrich der Löwe ab 1138/39 in sein Herrschaftsgebiet ein. Im östlichen Landesteil etablierten sich die Nachkommen des abodritischen Fürsten Niklot dauerhaft als Herren von Mecklenburg. Die mecklenburgischen Fürsten förderten über Jahrhunderte eine phantasievolle Geschichtsschreibung der slawischen Vergangenheit, um ihre Abstammung von abodritischen Königen nachzuweisen. Mit seiner 1860 veröffentlichten Quellensammlung zu den westslawischen Stämmen legte der Schweriner Archivar Friedrich Wigger das Fundament für wissenschaftliche Untersuchungen zur abodritischen Geschichte. Darin gelangten die Abodriten zunächst jedoch nur selten über das Stadium des auf germanische Eroberungs- und Christianisierungsbemühungen reagierenden Objektes hinaus. Erst die Habilitationsschrift Wolfgang H. Fritzes über die abodritische Verfassungsgeschichte aus dem Jahr 1960 ebnete der Forschung den Weg, die Abodriten als interagierendes völkerrechtliches Subjekt des Mittelalters wahrzunehmen. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind die Ethnogenese und die gescheiterte Nationenbildung.
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