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Abodriten

File:Heraldic_biull's_head.png · Wikimedia Commons · See Wikimedia Commons

EntityQ156108· pop 41· linked from 407 articles

Also known as Obodrites, Obotrite confederacy, Obotrite, Abodrites

mittelalterlicher elbslawischer Stammesverband

Key facts

Former country.religion
, the known major cults: Prove in Stargard, Wagria Podaga in Plön, Wagria Zhiva according to Helmold Svarozhich/Radegast according to Helmold folk polytheism of minor cults Chernobog according to Helmold Saxon paganism Chalcedonian Christianity
Former country.common_languages
Polabian, Old Saxon
Former country.today
Germany
Former country.conventional_long_name
Obotritic confederation
Former country.common_name
Obotrites
Former country.status
Independent confederation of Polabian Slavic tribes
Former country.year_start
8th century
Former country.event_start
Formed
Former country.year_end
1167
Former country.event_end
Accepted Saxon suzerainty
Former country.p1
Polabian Slavs
Former country.p2
Nordalbingia
Former country.p3
Billung March
Former country.s1
Holy Roman Empire
Former country.s2
Principality of Mecklenburg∟Principality of Mecklenburg
Former country.s3
Duchy of Saxony∟Duchy of Saxony
Former country.s4
Kingdom of Denmark (Middle Ages)Kingdom of Denmark
Former country.image_flag
110px

via Wikipedia infobox

Wikidata facts

Subclass of
West Slavs
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topic's main category
Category:Obotrites
Commons category
Obotrites
ancestral home
Wagria
Sources (2)

via Wikidata · CC0

Article · Deutsch

Die Abodriten oder Obodriten (auch Abotriten, Obotriten oder Bodrizen) waren ein elbslawischer Stammesverband, der vom 8. bis zum 12. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg und des östlichen Holstein siedelte. Der Name leitet sich vom Stamm der Abodriten ab, der um Wismar und Schwerin ansässig war und innerhalb des Verbandes eine Führungsrolle einnahm. Ende des 7. Jahrhunderts wanderten Slawen in das Gebiet zwischen Elbe und Oder ein, aus denen sich im Nordwesten der abodritische Stammesverband bildete. Ihm gehörten zu unterschiedlichen Zeiten die Wagrier, Travnjanen, Polaben, Kessiner, Warnower, Zirzipanen, Smeldinger, Bethenzer und Linonen an. Trotz seiner exponierten geopolitischen Lage behauptete der Stammesverband der Abodriten seine politische, kulturelle und religiöse Eigenständigkeit gegenüber Franken, Sachsen und Dänen. Unter dem christlichen Fürstengeschlecht der Nakoniden erstreckte sich das Herrschaftsgebiet der Abodriten bis an Oder und Havel. Nach dem Tod des letzten Samtherrschers Knud Lavard begann das Abodritenreich Anfang des 12. Jahrhunderts zu zerfallen. Den westlichen Teil mit Wagrien und Polabien gliederte Heinrich der Löwe ab 1138/39 in sein Herrschaftsgebiet ein. Im östlichen Landesteil etablierten sich die Nachkommen des abodritischen Fürsten Niklot dauerhaft als Herren von Mecklenburg. Die mecklenburgischen Fürsten förderten über Jahrhunderte eine phantasievolle Geschichtsschreibung der slawischen Vergangenheit, um ihre Abstammung von abodritischen Königen nachzuweisen. Mit seiner 1860 veröffentlichten Quellensammlung zu den westslawischen Stämmen legte der Schweriner Archivar Friedrich Wigger das Fundament für wissenschaftliche Untersuchungen zur abodritischen Geschichte. Darin gelangten die Abodriten zunächst jedoch nur selten über das Stadium des auf germanische Eroberungs- und Christianisierungsbemühungen reagierenden Objektes hinaus. Erst die Habilitationsschrift Wolfgang H. Fritzes über die abodritische Verfassungsgeschichte aus dem Jahr 1960 ebnete der Forschung den Weg, die Abodriten als interagierendes völkerrechtliches Subjekt des Mittelalters wahrzunehmen. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind die Ethnogenese und die gescheiterte Nationenbildung.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA

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