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Otto Kallir
Sign in to saveAlso known as Otto Nirenstein, Otto Kallir-Nirenstein
Art dealer and publisher (1894-1978)
Person · Open Library
- Works
- 4
Top works
- My life's history
- Egon Schiele
- Grandma Moses
via Open Library + Wikidata
Music · MusicBrainz
- Type
- Person
- Gender
- Female
- Origin
- United States
- Active from
- 1931-05-06
- Active to
- 2004-10-25
via MusicBrainz · CC0
Described at
Der Mann der Egon Schiele verkaufte
Vielleicht wäre er ein bekannter Flugzeugkonstrukteur geworden. Doch bereits direkt nach de
artmagazine.cc →Vielleicht wäre er ein bekannter Flugzeugkonstrukteur geworden. Doch bereits direkt nach dem ersten Weltkrieg war an der Technischen Universität Wien der Antisemitismus so stark, dass Otto Nirenstein ein Hochschulabschluss in Ingenieurwissenschaft verweigert wurde. Im Jahr 1933 wird er den hebräischen Familiennamen Kallir annehmen, doch er ist sich bereits damals bewusst, dass für Jüdinnen und Juden das (Über)Leben in Österreich in absehbarer Zeit unmöglich werden würde. Zu diesem Zeitpunkt hatte er mit seiner im Jahr 1923 gegründeten Neuen Galerie bereits knapp einhundert Ausstellungen organisiert, das erste Werkverzeichnis der Ölgemälde Egon Schieles veröffentlicht und das Œvre Richard Gerstls vor der Vernichtung bewahrt. Seine generelle Sammelleidenschaft hatte Otto Kallir schon 1919 dazu bewegt, statt der Laufbahn als Luftfahrtingenieur nun eine als Verleger von limitierten Editionen zeitgenössischer Künstler einzuschlagen. Sein Verlag Neuer Graphik hatte mit der Herausgabe einer Grafikmappe von Johannes Itten bereits Aufsehen erregt – zumindest wird dies in einem im Jahr 1920 publizierten Verkaufskatalog im Einführungstext so behauptet. 1922 folgte schließlich „Das graphische Werk von Egon Schiele“ und die Eröffnung der Neuen Galerie mit der ersten posthumen Ausstellung von Schieles Gemälden. Es folgten unter anderen Oskar Kokoschka, Alfred Kubin, Max Beckmann, eine erste Ausstellung amerikanischer Malerei, Zeichnungen von Caspar David Friedrich und 1926 schließlich Gustav Klimt. Immer wieder kooperierte Kallir mit dem Hagenbund und zeigte Kunst in dessen Räumlichkeiten in der Zedlitzgasse 6. Dazwischen gab es auch skurril anmutende Präsentationen, etwa eine Kakteen-Ausstellung mit Blumentöpfen aus der Wiener Werkstätte. Die generell schwierige wirtschaftliche Situation in den 1930er Jahren zwang Kallir auch, Teile der großzügigen Galerieräumlichkeiten weiter zu vermieten und Nebenjobs anzunehmen. Gleichzeitig war Kallir klar, dass sich die Situation für Jüd:innen weiterhin verschlechtern würde. Bereits 1934 hatte er seine Sammlung an Luftfahrtmemorabilia in die Schweiz verkauft und den Erlös dort angelegt. Im Februar 1938 genehmigte das Denkmalamt die Ausfuhr von dreißig Gemälden u.a. von Klimt, Schiele und Kokoschka nach Luzern. Im Juni 1938 übertrug Kallir die Neue Galerie an seine Mitarbeiterin Vita Künstler, welche die Galerie über die Kriegsjahre weiterführte. Kurz danach zog die Familie mit weiteren Bildern im Übersiedlungsgut nach Luzern. Nachdem er in der Schweiz keine Arbeitsbewilligung erhielt, ging Kallir nach Paris und eröffnete dort die Galerie St. Etienne , in Erinnerung an die Lage der Neuen Galerie nahe am Stephansdom. Kurz nach Kriegsausbruch musste die Familie nach New York flüchten und schon im November 1939 eröffnete Kallir in der 57th Street die Galerie St. Etienne als Dependence der Pariser Galerie. Die Neue Galerie in Wien wurde nach dem Krieg von Vita Künstler wieder an Kallir zurückgegeben, doch er entschied sich in den USA zu bleiben und nach etlichen Ausstellungen wurden der vordere Teil der Räumlichkeiten an die Erzdiözese Wien vermietet wo im Jahr 1954 Otto Mauer seine Galerie nächst St. Stephan eröffnete. Erst 1973 überschrieb Otto Kallier die Galeriekonzession an Mauer und beendete damit die Geschichte der neuen Galerie in Wien. Wienerroither & Kohlbacher - bis 2. Februar 2024 100 Jahre Neue Galerie Wien Hommage an Otto Kallir Gratis aber wertvoll! Ihnen ist eine unabhängige, engagierte Kunstkritik etwas wert? Dann unterstützen Sie das artmagazine mit einem Betrag Ihrer Wahl. Egal ob einmalig oder regelmäßig, Ihren Beitrag verwenden wir zum Ausbau der Redaktion, um noch umfangreicher über Ausstellungen und die Kunstszene zu berichten. Kunst braucht Kritik!
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Wikidata facts
- Instance of
- human
- Given name
- Otto
- Gender
- male
- Citizenship
- Austria
- Place of birth
- Vienna
- Place of death
- New York City
- Occupation
- art collector
- Educated at
- TU Wien
- Languages spoken
- German
- Significant event
- restitution of Nazi-looted art
Show 10 more facts
- date of birth
- 1894-04-01
- date of death
- 1978-11-30
- has works in the collection
- Tate
- partner in business or sport
- Hildegard Bachert
- birth name
- Otto Nirenstein
- name in native language
- Otto Kallir
- P8168
- Jane Lynch
- significant person
- Hildegard Bachert
- Commons category
- Otto Kallir
- described at URL
- www.artmagazine.cc/content127922.html
Sources (6)
via Wikidata · CC0