Perkussion
Sign in to savezu diagnostischen Zwecken durchgeführtes Abklopfen der Körperoberfläche
Research
5,540 papers- Percussion.Bone marrow transplantation · 2021
- Telemedical percussion: objectifying a fundamental clinical examination technique for telemedicine.International journal of computer assisted radiology and surgery · 2022
- Chest percussion.The European respiratory journal · 1995
- Thoracic percussion.Journal of the American Veterinary Medical Association · 1990
- Percussion and physical diagnosis: separating myth from science.Disease-a-month : DM · 1995
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Unter der Perkussion („Beklopfen“) versteht man in der Medizin das Abklopfen (Perkutieren) der Körperoberfläche von Lebewesen zu diagnostischen (als „Klopfen“ in der Physikalischen Therapie auch therapeutischen) Zwecken. Sie ist Teil der körperlichen Untersuchung.Das Tätigkeitswort heißt perkutieren, das Eigenschaftswort oder Umstandswort perkutorisch oder auch perkussorisch. Dabei wird das unter der Körperoberfläche liegende Gewebe in Schwingungen versetzt. Die daraus resultierenden Schallqualitäten geben Aufschluss über den Zustand der darunterliegenden Gewebe. So kann die Größe und Lage eines Organs (etwa der Leber) oder der Luftgehalt des Gewebes (Lunge) abgeschätzt werden. Als neuzeitlicher Begründer dieser im Prinzip, und etwa auf das Abdomen angewandt, bereits seit der Antike bekannten Technik gilt Leopold Auenbrugger (1722–1809) aus Wien, der sie für die Untersuchung des Brustkorbs systematisch entwickelte und erstmals 1761 beschrieb. Weiterentwickelt wurde diese epochemachende Untersuchungstechnik, nachdem sie in Paris rezipiert worden war, von Josef von Škoda (1805–1881), weiter ausgebaut dann ab 1852 unter anderem von (Max) (1812–1882), der den Wintrichschen Wechsel des tympanitischen Schalls je nach Schließen und Öffnen des Mundes entdeckte, und Karl Gerhardt. Bei der ursprünglich von Leopold von Auenbrugger angewandten Technik handelte es sich um die direkte Perkussion, bei der man mit den vier Fingern einer Hand aus der im Handgelenk schwingenden Hand direkt auf das zu untersuchende Organ klopft. Später wurde die indirekte Perkussion entwickelt, bei der ein Finger der einen Hand (der so genannte Plessimeterfinger) oder ein Plessimeter flach auf die zu untersuchende Körperoberfläche gedrückt wird. Mit einem Finger der anderen Hand oder mit einem Perkussionshämmerchen wird dann auf diesen Finger geklopft. Die Schallschwingungen übertragen sich vom aufliegenden Plessimeterfinger auf das darunterliegende Gewebe, das in Eigenschwingungen versetzt wird. Diagnostische Hinweise erhält man aus der Schallqualität. Die am häufigsten angewendete Methode ist die Finger-Finger-Methode, bei der keine Hilfsmittel erforderlich sind: Man legt einen Finger (bei der eher abgrenzenden Perkussion das Endglied, bei der eher vergleichenden den ganzen Finger) auf die Körperoberfläche und klopft mit einem Finger der anderen Hand darauf.
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA