Polyneuritis
Sign in to saveAlso known as multiple peripheral neuritis, polyneuritis (disorder), obsolete polyneuritis
Sammelbegriff für Erkrankungen mehrerer Nerven
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- Subclass of
- polyneuropathy
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- NCI Thesaurus ID
- C26864
- exact match
- identifiers.org/doid/DOID:12843
- health specialty
- neurology
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- WikiProject Medicine
Sources (2)
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Polyneuritis (Plural: Polyneuritiden) ist in der Medizin ein Sammelbegriff für entzündlich verursachte Erkrankungen mehrerer Nerven mit anatomisch nachweisbaren Veränderungen des Nervengewebes. Sie werden meist durch Infektionen mit Viren verursacht. Seltener sind sie bakteriell-infektiös, toxisch-allergisch oder immunologisch bedingt. Auch Thalidomid (Contergan) steht im Verdacht, ursächlich für diese Nervenschädigung zu sein. Es handelt sich dabei gemäß Hattingberg um einen Symptomenkomplex, der in Reiz- und Lähmungserscheinungen sensibler und motorischer peripherer Nervenabschnitte besteht. Bekanntere Beispiele für Polyneuritiden sind die idiopathische Polyradikuloneuropathie (Guillain-Barré-Syndrom), eine oft lebensbedrohlich verlaufende Polyneuritis, und die Gürtelrose (Herpes zoster durch Varicella zoster), wenn diese mehrere Nerven betrifft. Bei den infektiösen Polyneuritiden kommen als Erreger u. a. unter den Viren das Varizella-Zoster-Virus, das Epstein-Barr-Virus (EBV), das Cytomegalievirus (CMV), das HI-Virus und das Herpes-simplex-Virus 2 (HSV-2) in Frage, unter den Bakterien das Mycobacterium leprae, das Corynebacterium diphtheriae, Brucellen, Mykoplasmen und andere Erreger. Toxische Formen können durch Gifte wie Arsen, Thallium, Blei und Alkohol verursacht sein. Auch ein Vitamin-B1-Mangel kann zu einer Polyneuritis führen (z. B. durch Hemmung der Pyruvatdecarboxylase)
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