ROCA-Verwundbarkeit
Sign in to saveAlso known as Return of the Coppersmith Attack, Return Of Coppersmith Attack, CVE-2017-15361
cryptographic weakness
Article · Deutsch
Die ROCA-Verwundbarkeit ist eine kryptografische Sicherheitslücke bei der Erzeugung von Schlüsselpaaren bei dem asymmetrischen RSA-Kryptosystem, die es ermöglicht, aus den Daten des öffentlichen Schlüssels die Daten des geheimen privaten Schlüssel erleichtert und mit reduzierten Aufwand zu generieren. Die Abkürzung ROCA steht dabei für englisch Return Of Coppersmith's Attack, und die Sicherheitslücke ist unter CVE-2017-15361 bei MITRE (englisch) verzeichnet. Die Verwundbarkeit betrifft nicht das RSA-Kryptosystem grundsätzlich, sondern nur bestimmte Implementierungen und Geräte, welche auf der Softwarebibliothek RSALib von Infineon aufbauen, wie beispielsweise Chipkarten (Smartcards) und Trusted Platform Module (TPM) und darauf aufbauende Produkte wie der YubiKey 4. Auswirkungen liegen dann vor, wenn diese Geräte zur Erzeugung von RSA-Schlüsselpaaren im Rahmen von hybrider Verschlüsselungssoftware wie Pretty Good Privacy (PGP), S/MIME oder GNU Privacy Guard (GnuPG) verwendet werden. Das Forschungsteam um Matus Nemec et al., welche die Schwachstelle im Februar 2017 entdeckt hatten, schätzen, dass mit Stand Anfang 2018 ungefähr 25 % aller aktuellen im Einsatz befindlichen TP-Module und einige Millionen Smartcards mit PGP-Funktion davon betroffen sind.
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