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Als Sieidi bezeichnet man in der spirituellen Tradition der Samen einen Opferplatz. Sie sind auf dem gesamten ursprünglichen Siedlungsgebiet der Samen verbreitet. Diese Opferstätte war für den Jäger, Fischer oder Rentierzüchter strategisch gelegenes Objekt in der Natur (wie etwa ein Baum, Berg, eine Quelle, ein See, eine Steinformation oder ein Wasserfall), welches man im Regelfall im natürlichen Zustand beließ. Sieidi dienten aber nicht nur der Orientierung, sondern auch als heilige Stätte. Einzelpersonen aber auch Gruppen brachten in ihrer Nähe Opfer dar. Als Opfergaben dienten Fleisch, Geweihe, Knochen, Metall (Münzen), in späterer Zeit auch Alkohol oder persönliche Gegenstände. Sieidis dienten als Medium, um mit den übernatürlichen Kräften in der Natur, den vorchristlichen Göttern Kontakt aufnehmen zu können. Funde sind bis in die Eisenzeit bzw. bis ins Mittelalter datiert. Sieidis haben sich in ihrer Funktion am längsten in der Finnmark Norwegens und im nördlichen Finnland gehalten. Die Darbringung von Opfergaben reicht bis in die Gegenwart.
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA
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