Tsuba
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- Part of
- Japanese sword mountings
- Country of origin
- Japan
- Image
- Giappone, elsa tsuba per spada, xvi-xix secolo, 02 dragi tra nubi.jpg
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- Tsuba
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Das Tsuba (japanisch 鍔) ist das Stichblatt der traditionellen japanischen Schwerter. Bei diesem Teil des Koshirae (Montur) von Katana (Langschwert), Wakizashi (Kurzschwert), Tachi (ältere Form des Langschwerts) oder Tantō (Kampfmesser) handelt es sich um manchmal reich verzierte Platten, die aus Metallen wie Eisen, Kupfer oder Kupferlegierungen (Sentoku, Shibuichi, Shakudō usw.) bestehen. Selten kamen auch andere Materialien wie Leder zum Einsatz. Die Form ist oft rund bis oval; ebenso beliebt war die „Vierpass“-Form (Mokko), aber auch viereckige bis achteckige oder unregelmäßig geformte Tsuba kommen vor. Das Tsuba sitzt zwischen Handgriff (Tsuka) und Klinge und bietet – wie bei europäischen Blankwaffen früherer Epochen – als Parierscheibe einen Schutz vor Stichen und Hieben des Gegners auf die Hände. Die kunstvollen Verzierungen bestehen beispielsweise aus Schriftzeichen, Landschaftsdarstellungen, Tier- oder Pflanzenmotiven, Darstellungen mythologischer Fabelwesen oder aus Ornamenten, mitunter mit Einlegearbeiten, Auflötungen oder Tauschierungen aus Gold, Silber oder speziellen Kupferlegierungen. Vor allem ältere Tsuba zeigen negative oder positive Durchbrechungen. Die Platten sind mit Aussparungen versehen; durch die längliche in der Mitte wird die Angel des Schwerts geführt, die oft vorhandenen kleineren dienen der Aufnahme des Beimessers (Kogatana/Kozuka) und der Schwertnadel (Kōgai), selten anderer Utensilien wie Essstäbchen, Haarnadeln oder Kämmen. In der schlichten Shirasaya-Montierung, die lediglich der Aufbewahrung der Klinge dient, wird kein Tsuba verwendet. In Friedenszeiten entwickelte sich die Tsuba-Herstellung zu einer eigenen Kunstgattung. Die wertvolle Ausgestaltung diente der Repräsentation, der Gebrauchsnutzen trat in den Hintergrund.In der Zeit bis 1600 waren Tsuba, speziell bei Tachi, aus Eisen gefertigt, um in der Schlacht ihren Sinn zu erfüllen. Erst später wurden Weichmetalle wie Kupfer, Bronze oder Shakudō eingesetzt. In heutigen Budo-Sportarten werden Übungsschwerter (Bokken, Shinai) mit Tsuba aus Kunststoff oder Leder versehen. Nach der runden Form des Tsuba ist die japanische Süßigkeit Kintsuba benannt.
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