Also known as political animal, political animals
der Mensch als Teil der Gesellschaft
Zoon politikon (altgriechisch ζῷον πολιτικόν ‚Lebewesen in der Polisgemeinschaft‘) ist einerseits ein philosophisch-naturwissenschaftlicher Fachterminus, dessen Definition auf den antiken griechischen Philosophen Aristoteles zurück geht, andererseits wurde der Ausdruck als Fremdwort von der deutschen Sprache übernommen. In beiden Varianten geht es um eine Wesensbestimmung des Menschen, wie sie Aristoteles insbesondere in seinen Werken Politik und Die Seele vorgestellt hat. Für das Fremdwort Zoon politikon nennt der Duden die Bedeutung „der Mensch als soziales, politisches Wesen“., Nachfolgend wird der philosophische Fachterminus behandelt. Dabei ist zu beachten, dass Aristoteles, parallel zu seinen teleologischen Erwägungen, zwar auch naturwissenschaftlich argumentiert – bemerkenswert wäre hier seine Anmerkung zu den gegenwärtig eher abweichend als Staaten bildend bezeichneten Bienen – , in der Forschung aber umstritten blieb, welchen Sinnes genau er den Ausdruck verstanden haben könnte. Einige Wissenschaftler (z. B. Wolfgang Kullmann) nehmen an, der Autor habe mit seinem Begriff einen ersten Versuch unternommen, den Menschen als soziales, auf die Bildung und den Erhalt von Gemeinschaft angelegtes Lebewesen zu bestimmen. Dies kennzeichnet indess alle Tierarten, die in sozialen Verbänden organisiert leben. Andere Forscher, darunter Eckart Schütrumpf, konzentrieren sich daher auf das Phänomen der Politik. So stellt die Fähigkeit, existenzielle Daseinskrisen (Überbevölkerung; davon indizierten Nahrungsmangel) möglichst anhand politischer Übereinkünfte zwischen an sich verfeindeten Gruppen zu entschärfen, nach Befunden der modernen Anthropologie einen spezifisch menschlichen Vorzug dar, der ein genügend weit evolutioniertes Bewusstsein voraussetzt, einschließlich der artikulierten Sprache, wie Aristoteles selbst zu betonen nicht versäumt. (Daher Redewendungen wie 'das Wort geben und halten'; Verabredungen treffen; Wortbruch). Zusammenhänge dieser Art erklären also auf naturwissenschaftlichen Wege, warum z. B. unseren nächsten evolutionsgeschichtlichen Verwandten zwar instinktiv hochsoziale Gemeinschaften bilden, jedoch außer Stande blieben, ihre Überbevölkerungskrisen mittels politischer Verträge zu überbrücken. Eröffnet sich ihnen keine andere Option als Ausweg (Emigration; rasche Dezimierung durch tödliche Epidemien) müssen sie diese Situation anhand jener Methode auflösen, die dem Menschen infolge einer genetischen Disposition seinerseits allzu vertraut sein dürfte: es kommt zu den Kriegen der Schimpansen.
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA
Discovered by embedding cosine similarity (sentence-transformers MiniLM, 384-dim).