Anusim
Sign in to saveAnusim (, ; masculine, anús, , ; feminine, anusá, , ), meaning "coerced", is a legal category of Jews in Halakha (Jewish law) who were forced to abandon Judaism against their will, typically during forced conversion to another religion (oftentimes Christianity). The term "anusim" is most properly translated as the "coerced [ones]" or the "forced [ones]".
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Der Ausdruck Anusim (hebr. אנוסים, Plural von anús gezwungen) ist eine rabbinische juristische Bezeichnung für Juden, die zum Verlassen des Judentums gegen ihren Willen gezwungen wurden und die, so weit ihnen nur möglich, das Judentum unter den repressiven Umständen weiter praktizieren. Er leitet sich ab vom talmudischen Begriff abera be’ones (Traktat Avoda sara 54a). Für jüdische Häretiker werden in der Mischna die synonymen Bezeichnungen Kofer, Min oder auch Epikuros verwendet, nach dem griechischen Philosophen Epikur. Die Mischna enthält keine Definitionen dieser Begriffe, doch wird davon ausgegangen, dass es sich dabei um Personen handelt, welche nicht an die Vorsehung Gottes glauben. Wegen der massenhaften Zwangsbekehrungen der Juden in Spanien und Portugal im 14. und 15. Jahrhundert wurde der Ausdruck anusim zur Zeit der Inquisition von den spanischen Rabbinern häufig verwendet. Beispiel: Hinsichtlich der Abstammung sind alle Israeliten Brüder. Wir sind alle Söhne eines Vaters, die Rebellen (reshaim) und Verbrecher, die Häretiker (meshumadim) und Gezwungenen (anusim) und die Proselyten (gerim), die zum Haus Jakobs hinzugefügt werden. All diese sind Israeliten. Selbst wenn sie Gott verließen oder ihn verleugneten oder sein Gebot verletzten, liegt das Joch des Gesetzes noch auf ihren Schultern und wird nie von ihnen entfernt werden. [R. Saadia ibn Danan, Rabbiner und Talmudist aus Granada, gest. 1493 in Oran, Response in Khemdah Genuzah, 15b]
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