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Kelsos

File:Kata_Kelsou.jpg · Wikimedia Commons · See Wikimedia Commons

EntityQ315370· pop 42· linked from 138 articles

griechischer Philosoph (Platoniker) (Alexandria)

Person · Open Library

Born
c. 25 BC
Died
c. 50 AD
Works
79

Top works

  • Ein lateinisches Leseheft
  • Avrelii Corne / lij Celsi, arte medica libri / octo, multis in locis iam emendatiores longè, / quàm unquam antea, editi
  • Medicinae libri octo ...
  • Traité de médecine de A. C. Celse
  • [De medicina libri viii]

via Open Library + Wikidata

Key facts

Philosopher.other_names
Kélsos
Philosopher.name
Celsus
Philosopher.occupation
Philosopher
Philosopher.language
Greek
Philosopher.notable_works
The True Word
Philosopher.main_interests
Theology
Philosopher.region
Western philosophy
Philosopher.era
Ancient philosophy
Philosopher.school_tradition
Possibly Platonism, Aristotelianism, Epicureanism or Eclecticism

via Wikipedia infobox

Wikidata facts

Instance of
human
Gender
male
Citizenship
Ancient Rome
Occupation
writer
Languages spoken
Ancient Greek
Notable work
The True Word
Field of work
philosophy
Image
Bust philosopher Louvre Ma544.jpg
Show 6 more facts
date of birth
0200-01-01
described by source
Nordisk familjebok
time period
Roman Empire
name in native language
Celsus
writing language
Ancient Greek
floruit
0180-00-00
Sources (3)

via Wikidata · CC0

Article · Deutsch

Kelsos (altgriechisch Κέλσος Kélsos, lateinisch Celsus) war ein antiker Philosoph. Er lebte in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts. Aus der Sicht der platonischen Tradition, der er angehörte, verfasste Kelsos die Wahre Lehre, die älteste bekannte Streitschrift gegen das Christentum. Dieses Werk in altgriechischer Sprache ist nur fragmentarisch überliefert. Der Inhalt kann aber dank der zahlreichen Zitate in der Gegenschrift Gegen Kelsos des christlichen Kirchenschriftstellers Origenes in den Grundzügen rekonstruiert werden. Kelsos besaß ein beträchtliches Detailwissen über die Bibel. In den christlichen Lehren und den Meinungsverschiedenheiten der verschiedenen untereinander zerstrittenen christlichen Richtungen kannte er sich aus. Er betrachtete das Christentum als Verfallserscheinung, die aus der Verfälschung der jüdischen Religion heraus entstanden sei, und griff es mit einer Fülle von Argumenten an. Insbesondere warf er den Christen ihre Absonderung aus dem sozialen Gefüge des Römischen Reiches vor. Aus seiner Sicht waren sie eine abergläubische, vernunft-, kultur- und bildungsfeindliche Bewegung, die zu Unrecht einen Überlegenheitsanspruch erhob, sich als Minderheit selbst hochmütig aus der Gesellschaft ausschloss und im Römischen Reich einen schädlichen Fremdkörper bildete. Daher appellierte er an die Gebildeten und Nachdenklichen unter den Christen, ihre Irrtümer einzusehen, ihre Exklusivität aufzugeben und sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. In der Neuzeit wurde die antike Kontroverse zwischen Kelsos und Origenes erneuert. Gegner des Christentums griffen die Kritik des Kelsos auf, während christliche Autoren behaupteten, seine Argumente seien bereits von Origenes widerlegt worden. Die moderne Forschung schätzt die Wahre Lehre als kulturgeschichtliche Quelle von hohem Wert. Inwieweit sie als eigenständige philosophische Leistung gelten kann, ist allerdings umstritten.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA

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