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Manessische Handschrift

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deutsche Liederhandschrift des Mittelalters

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Codex Manesse (Bibliothèque de l’Université de Heidelberg, Cod. Pal. germ. 848) - Memory of the World

Le Codex Manesse est un recueil de poésies lyriques médiévales qui rassemble une vaste et complète collection de chansons d’amour courtois du monde germanophone des XIIe et XIIIe siècles. Les textes ont été manifestement regroupés et arrangés dans le but de fournir et de conserver une vue d’ensemble documentée de ce genre, habituellement transmis de façon orale. Le Codex Manesse est illustré de 137 magnifiques portraits de poètes aux couleurs vives qui sont également passés à la postérité. Les poésies et les portraits du Codex Manesse ont contribué à façonner et à définir la vision historique de la culture de cour médiévale en Europe occidentale. On retrouve les illustrations du Codex dans presque tous les manuels portant sur la culture de cour et la littérature courtisane européennes. L’ordre de présentation des poèmes suit délibérément l’ordre hiérarchique du statut social de leurs auteurs, ce qui est remarquable pour un recueil de poésie médiévale.

unesco.org

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Article · Deutsch

Der Codex Manesse (auch Manessische Liederhandschrift oder Manessische Handschrift, nach dem jeweiligen Aufbewahrungsort auch als Große Heidelberger Liederhandschrift oder Pariser Handschrift bezeichnet) ist die umfangreichste und berühmteste deutsche Liederhandschrift des Mittelalters. So benannt wurde sie von dem Schweizer Gelehrten Johann Jakob Bodmer nach einer umfangreichen Liedersammlung der Schweizer Patrizierfamilie Manesse. Von Germanisten wird die Sammlung seit Karl Lachmann kurz mit dem Sigel C bezeichnet. Seit 1888 wird sie wieder in der Universitätsbibliothek Heidelberg aufbewahrt (Signatur: UB Heidelberg, Cod. Pal. germ. bzw. cpg 848). Der Kodex besteht aus 426 beidseitig beschriebenen Pergamentblättern im Format 35,5 × 25 cm, die von späterer Hand paginiert wurden. Insgesamt befinden sich in ihr 140 leere und zahlreiche nur zum Teil beschriebene Seiten. Der Text wurde nicht nur mehrfach in verbesserten historisch-kritischen Ausgaben herausgegeben, sondern – im Unterschied zu anderen Handschriften – auch zeichengenau abgedruckt (s. Bibliographie). Die Manessische Liederhandschrift enthält dichterische Werke in mittelhochdeutscher Sprache. Ihr Grundstock wurde um 1300 in Zürich hergestellt, wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Sammeltätigkeit der Zürcher Patrizierfamilie Manesse. Mehrere Nachträge kamen bis zirka 1340 hinzu. Der Text stammt von 10–12 verschiedenen Schreibern, vielleicht aus dem Umfeld des Großmünsters in Zürich. Der Kodex gilt als repräsentative Summe des mittelalterlichen Laienliedes und bildet zudem für den „nachklassischen“ Minnesang die Haupt- und weithin die einzige Quelle. Die insgesamt 138 Miniaturen, die die Dichter in idealisierter Form bei höfischen Aktivitäten darstellen oder auch bestimmte schon damals bekanntere Stellen aus ihrem Werk illustrieren (wie etwa Walthers von der Vogelweide Reichston „Ich saz ûf eime steine und dahte bein mit beine“), gelten als bedeutendes Dokument oberrheinischer gotischer Buchmalerei. Eine weitere Miniatur ohne Text ist nur vorgezeichnet. Ohne Miniatur blieb Walther von Breisach. Für das Werk lieferten insgesamt vier Künstler die Miniaturen: 110 Illustrationen entfallen auf den Maler des Grundstocks, 20 auf den ersten Nachtragsmaler, vier auf den zweiten und drei (plus eine Vorzeichnung) auf den dritten.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA