Wikidata facts
- Instance of
- recording medium
- Subclass of
- magnetic tape data storage
- Developer
- Sony Group
- Has use
- backup
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- Commons category
- Digital Data Storage
- topic has template
- Template:Data storage
- inception
- 1989-00-00
Sources (1)
via Wikidata · CC0
Article · Deutsch
Digital Data Storage (DDS) ist ein Magnetbandspeicherformat für die Sicherung und Archivierung von Daten, das auf dem DAT-Format aus der Tontechnik basiert. Das ursprüngliche DDS-Format (nachträglich auch als DDS-1 bezeichnet) wurde 1989 von HP und Sony entwickelt. DDS ist ein genormter Industrie-Standard (ECMA-139). Bänder, die dem DDS-Format entsprechen, können sowohl in DAT- als auch DDS-Laufwerken verwendet werden. 60m entsprechen 120 Minuten Audio. DDS-Laufwerke können jedoch üblicherweise weder Musik von DAT-Kassetten abspielen, noch sie zur Datenaufzeichnung verwenden. Es gibt allerdings Firmware-Varianten, die manche DDS-Laufwerke DAT-fähig machen. Hiermit ist ein schnelles Einlesen von Audio DATs möglich. Bei DDS-1 bis DDS-5 wird ein 3,81 mm (0.150″) breites Magnetband in einer Kassette benutzt. Bei DDS (1–5) misst das Kassettengehäuse 73,0 mm × 54,0 mm × 10,5 mm. Das Band und die Kassette wurden 1:1 vom Digital Audio Tape (DAT) übernommen, das die Bandbreite wiederum von der Compact Cassette erbte. Ab DDS-6 ist das Band 8 mm breit und die Kassette mit 14,7 mm etwas dicker. Bei DDS wird das Verfahren der Schrägspuraufzeichnung (engl. helical scan) mittels rotierender Kopftrommel eingesetzt (wie z. B. auch bei VHS). DDS-Laufwerke haben je zwei Lese- und Schreibköpfe, wobei beim Schreiben die Leseköpfe zur sofortigen Überprüfung der geschriebenen Daten verwendet werden. Diese Technologie existierte auch im Bereich DAT zur Hinterbandkontrolle und war nur den teuersten Geräten bzw. Laufwerken vorbehalten. Das DDS-Format war vor allem in den 1990er Jahren eine der am weitesten verbreiteten Datensicherungstechnologien in kleineren Netzwerken. DDS-Laufwerke werden in der Regel über die SCSI-Schnittstelle angeschlossen, einige Hersteller bieten inzwischen aber auch DDS-Laufwerke mit der gebräuchlichen USB-Schnittstelle an. Trotz Standardisierung ist es nicht sicher, dass man ein Band, das mit dem Laufwerk eines Herstellers beschrieben wurde (z. B. Seagate), mit dem Laufwerk eines anderen Herstellers (z. B. Sony) oder manchmal sogar auch nur mit einem anderen Laufwerk derselben Bauart als dem ursprünglichen Laufwerk, wieder einlesen kann. Also empfiehlt es sich, vor der Entsorgung des ursprünglichen Backup-Laufwerkes sicherzustellen, dass die erstellten Backups auf Nachfolgegeräten gelesen werden können (auch wenn dieses nach den Spezifikationen selbstverständlich sein sollte / siehe zus. Weblink v. RDE). Aus diesem Grund erachten viele Anwender DDS auch nicht mehr als sicher genug für die Archivierung, da sie nicht sicher vorhersagen können, ob die Daten noch auszulesen sind, wenn das Laufwerk, mit dem sie aufgezeichnet wurden, z. B. durch ein Feuer vernichtet wurde.Generell krankt DDS an der Schrägaufzeichnung. Sollte sich die Mechanik während der Nutzungsdauer auch nur geringfügig verziehen und somit von den Spezifikationen abweichen, sind die Bänder nur noch mit dem einen Laufwerk auslesbar, mit dem die Daten archiviert wurden. Dieses Problem existierte in derselben Form auch bei Digital Audio Tape. Verfügt man über ein Oszilloskop und das entsprechende Werkzeug, ist es möglich, anhand der Wellenform des RF-Signals die Spurlage des Bandlaufs derart anzupassen, dass viele Bänder noch gelesen werden können. Hierzu muss das Laufwerke jedoch geöffnet werden.
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA