Friedrich Torberg
Sign in to saveCzech publicist and writer (1908–1979)
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Vienna, Austria
From Wikipedia, the free encyclopedia Friedrich Torberg (16 September 1908, Vienna, Alsergrund – 10 November 1979, Vienna) is the pen-name of Friedrich Kantor, an Austrian writer. He worked as a critic and journalist in Vienna and Prague until 1938, when his Jewish heritage compelled him to emigrate to France and, later, after being invited by the New York PEN-Club as one of "Ten outstanding…
Known for
- Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Abendlandes — Himself1978
- Was bin ich? — Self1955
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Music · MusicBrainz
- Type
- Person
- Gender
- Male
- Origin
- Austria
- Active from
- 1908-09-16
- Active to
- 1979-11-10
via MusicBrainz · CC0
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- 2,187
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Torberg, Friedrich (1908-1979) – Frühe Texte der Holocaust- und Lagerliteratur 1933 bis 1949
fruehe-texte-holocaustliteratur.de →Name Torberg, Friedrich Namensvarianten Friedrich Ephraim Kantor (alias) Geschlecht männlich Geburtsdatum 16. September 1908 Geburtsort Wien Sterbedatum 10. November 1979 Sterbeort Wien Tätigkeit Schriftsteller, Publizist, Herausgeber, Theaterkritiker, Übersetzer, Linguist, Kritiker Externe Referenzen Friedrich Torberg (geb. 16.09.1908 in Wien als Friedrich Ephraim Kantor, gest. 10.11.1979 ebenfalls in Wien) wuchs als Sohn tschechisch-jüdischer Eltern im gutbürgerlichen Milieu Wiens auf. Anders als seine assimilierten Eltern lebte er sein Jüdischsein und sah sich selbst als Jude: „Ich wußte, daß ich Jude war. Ich habe Hitler dazu nicht gebraucht“ (zit. nach Reich-Ranicki 1979, S. 21). In seiner Kindheit war Torberg sportlich sowie kulturell aktiv, gründete Lesezirkel an seinem Gymnasium und pflegte einen großen Freundeskreis. 1921 zog die Familie nach Prag, da der Vater zum Prokuristen seiner Firma aufgestiegen war. Auch dort konnte Torberg seinem Interesse für Literatur nachgehen, besuchte Prager Literaturcafés, schickte seine ersten Manuskripte an (zionistische) Zeitungen und lernte bekannte Schriftsteller wie Max Brod, der zu seinem Mentor und ‚geistigen Vater‘ wurde, oder Joseph Roth kennen. Sein literarischer Durchbruch gelang Torberg schon früh durch „Der Schüler Gerber hat absolviert“, einem Schulroman, der allein fünf tschechische Auflagen bis in die 1930er Jahre und die Übersetzung in zehn Sprachen erlebte. In den folgenden Jahren publizierte Torberg in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften, u.a. auch in der „Weltbühne“ und der „Neuen Rundschau“. 1933 wurden seine Bücher in Deutschland verboten, da er sich politisch gegen die Nationalsozialisten engagierte und Jude war. Torberg, der auf der „Liste der deutschfeindlich tätigen Journalisten und Schriftsteller“ von 1936 stand, musste 1938 über die Schweiz nach Frankreich und in der Folge über Portugal in die USA emigrieren. Einer Verhaftung in Wien war er noch durch die zeitige Umsiedlung nach Prag zuvorgekommen. Die tschechoslowakische Exilarmee, der er sich in Frankreich noch anschließen wollte, musterte ihn aufgrund eines Herzfehlers aus. Torberg kam, wie seine Romanfigur in „Mein ist die Rache“, 1940 in New Jersey an und wurde von Freunden in Empfang genommen. Durch die Vermittlung des PEN-Clubs, der ihn auf Vorschlag von Erika Mann als einen der ‚Ten Outstanding Anti-Nazi-Writers‘ bereits bei der Ausreise aus Europa unterstützt hatte, erhielt er direkt einen Vertrag als Scriptwriter bei der Produktionsfirma Warner Brothers. Dies sicherte zwar Torbergs finanzielles Auskommen in den ersten Jahren in Hollywood, jedoch wurden seine Arbeiten zunächst nicht wahrgenommen. Umso wichtiger waren Torberg daher seine Freundschaften, die er mit anderen Emigranten wie dem Ehepaar Werfel schloss. Durch mehrere Drehbucherfolge wurde Torberg schließlich auch in den USA bekannt. 1945 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft und heiratete zum ersten Mal. Sechs Jahre blieb er noch in New York, kehrte dann aber nach Österreich zurück, wo er zu einer wichtigen Person des Wiener literarisch-kulturellen Lebens wurde. Er war bis zu seinem Tod ein gefragter Redner und Schriftsteller. Torberg gilt heute als „der bekannteste und einflußreichste österreichisch-jüdische Schriftsteller der Nachkriegszeit“ (Adunka 2000, S. 572) oder – wie Marcel Reich-Ranicki in seinem Nachruf auf ihn schreibt – als „Wiener Institution, ein österreichisches Wunder und ein deutsches Ärgernis“ (Reich-Ranicki 1979, S. 21). Als Autor fand Torberg Zeit seines Lebens viele Betätigungsfelder, verfasste Romane, Gedichte, Dramen, Kritiken, Drehbücher und vieles mehr; auch fungierte er als Herausgeber des kulturpolitischen „FORUM“, als Übersetzer der satirischen Texte von Ephraim Kishon und als Herausgeber anderer Autoren.
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Wikidata facts
- Instance of
- human
- Given name
- Friedrich
- Gender
- male
- Citizenship
- Austria
- Place of birth
- Vienna
- Place of death
- Vienna
- Occupation
- critic
- Languages spoken
- German
- Image
- USIS - Friedrich Torberg 1 crop.jpg
- Work location
- Prague
Show 10 more facts
- date of birth
- 1908-09-16
- date of death
- 1979-11-10
- different from
- Pedro Geoffroy Rivas
- Commons category
- Friedrich Torberg
- birth name
- Friedrich Ephraim Kantor-Berg
- name in native language
- Friedrich Torberg
- archives at
- Austrian National Library
Sources (5)
via Wikidata · CC0