Darstellungsform für alle nichtnegativen ganzen Zahlen
Der Golomb-Code ist eine Entropiekodierung für alle nichtnegativen ganzen Zahlen, die im Gegensatz zu anderen Codes der Quellenkodierung nur einen endlichen Bereich (z. B. den Wertebereich 0–255) darstellen können. Er wurde 1966 von Solomon W. Golomb entwickelt. Der Code verwendet wenige Bits für kleine und viele Bits für größere Zahlen. Dabei kann er über einen positiven, ganzzahligen Parameter gesteuert werden. Je größer der Parameter, desto langsamer wächst die Anzahl der zur Darstellung benötigten Bits, aber desto größer ist die Anzahl der minimal benötigten Bits für die kleinen Zahlen. Der Rice-Code ist eine Variante des Golomb-Codes, bei dem der Steuerparameter eine Zweierpotenz ist. Diese Einschränkung ist von Vorteil, da insbesondere in der digitalen Verarbeitung die Multiplikation bzw. Division von 2 sehr effizient implementiert werden kann. Der Rice-Code wurde 1971 von und J. Plaunt vorgestellt. Einige Varianten des Rice-Codes werden auch als Exponentieller Golomb-Code (englisch: Exponential-Golomb Code) bezeichnet. Der Code kann im Bereich der verlustlosen Datenkompression verwendet werden, wenn die Wahrscheinlichkeiten der zu kodierenden Quellendaten (näherungsweise) eine geometrische Verteilung bilden. Typische Anwendungsbereiche sind, als ein Teilverfahren neben anderen Algorithmen, die Bildkompression und Audiodatenkompression. Beispielsweise verwenden das Videokompressionsformat H.264 und das Audiokompressionsformat FLAC je eine verschiedene Variante des exponentiellen Golomb-Codes.
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Discovered by embedding cosine similarity (sentence-transformers MiniLM, 384-dim).