Hydatius von Aquae Flaviae
Sign in to saveAlso known as Idatius, Hydatius of Aquae Flaviae, Idatius of Aquae Flaviae
spätantiker Bischof und Historiker
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Hydatius was a male human born in 400 in Xinzo de Limia. He lived during the time of the Roman Empire and held citizenship in Ancient Rome. His occupations included historian, presbyter, writer, and bishop. He served in the position of bishop and was affiliated with the Catholic Church.
He was a student of Jerome and wrote in Latin. Hydatius is described by the Brockhaus and Efron Encyclopedic Dictionary and Pauly–Wissowa. He is known to have produced four works. He died in 469.
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Wikidata facts
- Instance of
- human
- Gender
- male
- Citizenship
- Ancient Rome
- Place of birth
- Xinzo de Limia
- Occupation
- writer
- Languages spoken
- Latin
- Religion
- Catholic Church
- Student of
- Jerome
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- date of birth
- 0400-00-00
- date of death
- 0469-00-00
- time period
- Roman Empire
- described by source
- Pauly–Wissowa
- writing language
- Latin
Sources (2)
via Wikidata · CC0
Works in European collections
4 objects attributed to Hydatius von Aquae Flaviae, held across European museums, libraries & archives · via Europeana
Article · Deutsch
Hydatius, auch Idatius geschrieben, († um 469) war Bischof von Aquae Flaviae (Chaves im heutigen Portugal) und ein spätantiker Chronist. Hydatius wurde wahrscheinlich in den letzten Jahren des 4. Jahrhunderts geboren. Er stammte aus , einer kleinen Ortschaft (civitas) in der Nähe des heutigen Xinzo de Limia (Ourense) in der römischen Provinz Gallaecia. Offenkundig gehörte seine Familie der Oberschicht an: Hydatius war wohlhabend genug, um in seiner Kindheit (wie er selbst berichtet) eine Pilgerfahrt bis nach Palästina zu unternehmen, wo er um das Jahr 406 dem Kirchenvater Hieronymus begegnete. Im Anschluss an dessen Chronik verfasste Hydatius, der seit 427 Bischof war, später ein eigenes Werk, das die Ereignisse vor allem mit Blick auf die Gallaecia und das sich dort etablierende Suebenreich bis zum Jahr 468 wiedergibt. Das Werk, in dem er nach Kaiserjahren und Olympiaden datierte und das auch sprachlich gut gelungen ist, ist von großer Bedeutung für die Geschichte des spätantiken Hispanien. Besonders für die Zeit nach 428 ist es unsere wichtigste Quelle für die Ereignisse auf der Iberischen Halbinsel und in Südgallien; daneben bemühte sich Hydatius aber auch sehr darum, im Rahmen seiner Möglichkeiten Informationen über den Rest des Imperium Romanum in die Chronik aufzunehmen. Die Fokussierung auf Hispanien ist vor allem dem eingeschränkten Wissen des Bischofs über das übrige Reich geschuldet und nicht etwa einer bewussten Entscheidung für Regionalgeschichte. Hydatius verstand sich als Römer und hegte als Zivilist und Katholik wenig Sympathie für die zumeist westgotischen und suebischen Krieger, die in dieser Zeit Hispanien fast ganz kontrollierten und zumeist Arianer waren. Hydatius erinnerte voller Stolz daran, dass Kaiser Theodosius I. aus der Gallaecia stammte; nun jedoch sei das Leben von Kriegen, Unterdrückung und Niederlagen geprägt. Tatsächlich hatte die weströmische Regierung in Ravenna die faktische Kontrolle über Hispanien seit dem Einbruch der Vandalen, Alanen und Sueben im Jahr 409 weitgehend verloren (später kamen noch die Westgoten hinzu) und konnte sie nur zeit- und gebietsweise wiedererlangen. In seiner Chronik wetterte Hydatius scharf gegen den Missionar Ajax, der den Kriegerverband der Sueben unter ihrem rex Remismund zum arianischen statt zum katholischen Christentum bekehrte. Zugleich verweist seine Chronik aber auch auf Rivalitäten und Konflikte innerhalb der römischen Bevölkerungsmehrheit.
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