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Julie Wolfthorn

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Also known as Julie Wolf-Thorn, Julie Wolff-Thorn, J. Wolfthorn, Julie Wolf, Julie Klein

German painter (1864-1944)

Music · MusicBrainz

Type
Group
Origin
Germany
Active from
2001
Active to
2012
black metalsatanism

via MusicBrainz · CC0

Described at

Julie Wolfthorn | Stolpersteine in Berlin

stolpersteine-berlin.de →

Auf der Seite „Stolpersteine Finden“ bieten wir eine Karte an, die über Maptiler eingebunden wird. Julie Wolf(f) wurde als jüngstes von fünf Kindern am 8. Januar 1864 in Thorn (heute: Toruń/Polen) geboren. Der Vater war bereits tot, die Mutter verlor sie als Kleinkind. Seit den 1880er Jahren lebte sie mit Verwandten und ihren Schwestern in Berlin. Künstlerische Bildungsmöglichkeiten privater Art (ein Akademiestudium für Frauen war bis 1918 in Berlin unmöglich und wurde von ihr als gestandener Künstlerin für die nächsten Generationen schließlich mit erkämpft) nutzte sie u.a. in Berlin, Paris und verschiedenen Künstlerkolonien. Vor 1900 siedelte sie sich wieder in Berlin an. Sie wurde mit ersten herausragenden Porträtarbeiten bekannt, wurde 1898 als erste Jüdin Mitglied der Berliner Secession, eröffnete eine eigene Künstlerinnenschule. Bis in die 1930er Jahre gehörte sie zu den erfolgreichsten Künstlerinnen, bewundert vor allem wegen ihrer Porträts. Unzählige Zeitgenossen, darunter viele aus berühmten Berliner Familien, ließen sich von ihr malen. Dass „Wolfthorn“ ein Künstlername war, wusste kaum noch jemand. Erst auf den Deportationslisten tauchte ihr offizieller Name als Witwe wieder auf: Julie Klein. Nachdem Julie Wolfthorn wegen ihrer jüdischen Herkunft aus Berufsverbänden ausgeschlossen worden oder selber ausgetreten war, konnte und durfte sie nur noch innerhalb des Jüdischen Kulturbundes arbeiten und ausstellen. Auch hier hatte sie noch große Erfolge und gewann künstlerische Wettbewerbe. In ihrer langjährigen Wohnung, die sie mit ihrer älteren Schwester Luise teilte, und ihrem Atelier auf demselben Grundstück in der Kurfürstenstraße konnte sie bleiben. Allerdings musste sie im Zuge der massenhaften Zwangsumsiedlungen jüdischer Bürger in Berlin einen Untermieter bei sich aufnehmen: Erich Hirschweh. Doch Julie Wolfthorn arbeitete bis zu ihrem Lebensende weiter, auch noch in Theresienstadt. Dorthin war sie gemeinsam mit ihrer Schwester Luise Wolf am 28. Oktober 1942 aus Berlin deportiert worden. Sie starb im Lager Theresienstadt, kurz vor ihrem 81. Geburtstag, am 29. Dezember 1944. Einige ihrer letzten Arbeiten gelangten nach der Befreiung des Lagers in deutsche und US-Sammlungen Deutsche Museen stellten ihre Werke nach 1945 nicht mehr aus. Erst 1993, 2007 und 2013 wurden in Berlin und seit 2002 in verschiedenen deutschen Städten wieder Arbeiten der Künstlerin in Ausstellungen einem breiteren Publikum gezeigt. Zu ihrer Wiederentdeckung trägt auch bei, dass 2005 eine Berliner Straße nach ihr benannt wurde. Ein Sammlungsort für ihre Werke in Berlin wird seit über zehn Jahren angestrebt, zumal inzwischen viele Dutzend ihres angeblich verschollenen oder zerstörten Werks in aller Welt wiedergefunden werden. Alle Texte und Bilder auf dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne Erlaubnis des/r Rechteinhaber in verwendet werden.

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Wikidata facts

Instance of
human
Given name
Julie
Family name
Klein
Gender
female
Citizenship
Nazi Germany
Place of birth
Toruń
Place of death
Terezín
Occupation
lithographer
Languages spoken
German
Native language
German
Image
Julie Wolfthorn.JPG
Residence
Tiergarten
Show 13 more facts
on focus list of Wikimedia project
Art+Feminism
date of birth
1864-01-08
date of death
1944-12-29
name in native language
Julie Wolfthorn
birth name
Julie Wolf
Commons category
Julie Wolfthorn
Commons Creator page
Julie Wolfthorn
place of detention
Theresienstadt Ghetto
student
Mina Arndt
name
Julie Klein
has works in the collection
Berlinische Galerie
date of burial or cremation
1944-12-29
Sources (3)

via Wikidata · CC0

Works in European collections

15 objects attributed to Julie Wolfthorn, held across European museums, libraries & archives · via Europeana